Vorbemerkungen zu der TJebersichtstabelle.
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sich nach dem höheren Nutzungswerth für 1 g Prote'instoffe ' —— = 4.109 Kal. r
■welche Zahl völlig mit der früher von M. Ruhner angenommenen Zahl übereinstimmt. Beiden pflanzlichen Nahrungsmitteln ergeben sieh dagegen entsprechend der geringeren Aus-nutzung noch geringere Werthe (vergl. S. 373).
Da die obigen niedrigeren Kalorienwerthe bis jetzt nur hei Fleischprotemstoffen er-mittelt sind, so glaube ich unter Zugrundelegung von folgenden Durchschnittswerthen fürje 1 g Nährstoffe, nämlich:
Protein = 4,834 Kai., Fett = 9,300 Kai. und Kohlenhydrate = 4,000 Kai.doch einen annähernd richtigen Ausdruck für den Gehalt der Nahrungsmittel an Energie-(Kalorien-) Roh- bezw. Reinwerthen zu erhalten. Wenn der Faktor na<h S. 282—284für einen Nährstoff vielleicht etwas zu hoch ist, so ist er für den anderen vielleicht etwaszu niedrig, so dass die Gesammtinenge doch annähernd der Wirklichkeit entspricht.
3. Die Berechnung des Preiswerthes der Nahrungsmittel ist nach denfrüheren Grundsätzen vorgenommen, nur beziehen sich die Werthe nicht auf rohe, sondernauf ausnutzbare Nährstoffe; sie werden auf diese Weise direkt oder doch wenigstensbesser miteinander vergleichbar, als wenn die Zahlen sich auf Rohnührstoffe beziehen(vergl. unter 1 S. 1459). Es kommt bei Berechnung der Nährwertheinheiten in einemNahrungsmittel einzig darauf an, welches Werthsverhältniss man zwischen den drei werth-bestimmenden Nährstoffen Protein, Eett und Kohlenhydraten zu Grunde legt; ich habedieses Werthsverhältniss nach früheren Berechnungen zu 5:3:1 angenommen. Diese An-nahme hezw. dieses Verhältniss ist von einigen Seiten angezweifelt bezw. zu berichtigengesucht.
So hat Demuth 1 ) bei der Berechnung des Nährgeldwerthes der Nahrungsmittel zu-nächst durch Erhebungen ermittelt, wieviel Nährstoffe man für 1 M. erhält, und imMittel von 62 thierischen und 48 pflanzlichen Nahrungsmitteln die Menge der für 1 M. er-haltenen Nährstoffe wie folgt gefunden:
„ , .. „ ,. Kohlen-
Protem Fett hydrate
In 62 thierischen Nahrungsmitteln 183,24 g 139,16 g 47,87 g
„ 48 pflanzlichen „ 187,98 „ 65,58 „ 1072^35^
Oder im Mittel der lTF^ahrungslrnttei 185,31 g 107,04 g 494,88 g
. Den Geldwertii des Fettes berechnet Demuth aus dem Marktpreise des Rapsöles(80 Pf.), Olivenöles (1,30 M.), Rindsfettes (1,20 M.) und Schweineschmalzes (1,60 M. für je 1 kg)und findet so, dass wir im Mittel dieser Fette für 1 M. 851,73 g Fett erhalten, oder dass1 g Fett = 0,12 Pf. kostet.
Für den Geldwerth der Kohlenhydrate nimmt Demuth das Verhältniss des Wärme-werthes zwischen diesen und dem Fett an, oder weil Fett beim Verbrennen 2,4-mal so vielKalorien liefert als Kohlenhydrate, so nimmt er den Geldwerth der Kohlenhydrate 2.4-mal0,12
so niedrig, d. h. zu
2,4
0,05 Pf. für 1 g Kohlenhydrate an.
Indem Demuth mit diesen Goldwerthen die oben für 1 M. im Durchschnitt erhaltenenMengen Fett (107,04 g) und Kohlenhydraten (494,88 g) multiplicirt, erhält er 37,6 Pf., dievon 1 M. abzuziehen sind, um den Marktwerth für 185,31 g Protein, nämlich 62,4 Pf. zufinden; das macht für 1 g Protein 0,33 Pf. Es kostet daher:
1 g Protein I g Fett 1 g Kohlenhydrate
Pfennige ......... 0,33 0,12 0,05
Also Wcrthäverhältniss..... 6,6 : 2,4 : 1,0
') Demuth, Ueber Nährweith der Nahrungsmittel. Sonderabzug. Frankenthal, Louis Göhriug& Co., 1889.