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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Luft.

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Seegen und Nowaek 1 ) wollen sogar gefunden haben, dass der Mensch organische,durch Kali nicht absorbirhare Stoffe ausathmet, die nach der Wicdereinathrmmg giftigeWirkungen ausüben sollen. H. Hermans 2 ) widerlegt jedoch diese Annahme und glaubt,rlass der Mensch keine nennen swerthen Mengen von flüchtigen verbrenn liehen Stoffen an dieLuft ahgiebt, dass letztere entweder von Danngasen bei fehlerhafter Verdauung oder vonAbscheidungserzeugnissen von der Körperoberfläebe (schmutzige Haut, Kleider etc.) herrühren.

Die Frage über die Giftigkeit der Ausathmungsluft des Menschen ist dann aufs Neue,durch Brown-Sequard und d'Arson va l 3 ) angeregt worden, die auf Grund vieler undwiederholter Versuche zu dem Schlüsse gelangten, dass die Lungen des Menschen auch<les-Hundes und Kaninchens ununterbrochen ein ungemein heftiges Alkaloid-Gift nichtAmmoniak erzeugen sowie in der Ausathmungsluft abgeben und dass dieses die Ursacheder Schädlichkeit der menschlichen Ausathmungsluft in geschlossenen Räumen ist. Zuwesentlich demselben Ergebnis! ist S. Merkel') gelangt; auch er glaubt auf Grund mehrererVersuche in der Ausathmungsluft ein flüchtiges Gift (flüchtige Base) annehmen zu müssen.

Diese Ergebnisse sind aber durch eine Reihe anderer Untersuchungen, so von DastreundLoye 5 ), Hoffmann von Well enh of), J. Geyer'), Russo, Galiberti und Alessi"),K. B. Lehmann und Jessen"), Jul. Beu'"), Mauer"), Lübbert und Peters 12 ), Billings,Weier, Mitchel und ßergey"), St. Ruzicka'*) und zuletzt von Em. Form ä n ek ")widerlegt worden. Diese Untersucher haben die Versuche von Brown-Sequard undd'Arsonval sowie S. Merkel in der von diesen aufgeführten Weise theils wiederholt,theils ergänzt bezw. abgeändert, aber keiner von ihnen hat in der Ausathmungsluft desMenschen einen eigenartig giftigen Stoff nachweisen können. Formanek fasst die bis-herigen Ergebnisse wie folgt zusammen.

1.In den Lungen eines gesunden Menschen oder Thieres entstellt neben den bekanntenStoffen (Kohlensäure und Wasser) bei der Athmung keine giftige Substanz, welche sich derAusathmungsluft beimengt und mit derselben die Lungen verlässt; zeitweise enthält zwardie ausgeathmetc Luft Ammoniak, aber dasselbe ist kein Erzeugniss des Stoffwechsels,sondern ein solches der Zersetzung in der Mundhöhle, besonders bei kariösen Zähnen; beiden Kranken (nach Tracucotomie, bei Tuberkulose) auch in der Luftröhre und in den Lungen.

2. In den Versuchen, welche die Giftigkeit der Ausathmungsluft beweisen, und beiwelchen diese Giftigkeit durch Wirkung einer anbekannten organischen Ba.sc (Alkaloid)erklärt wird, wurde mit Ammoniak gearbeitet, welches eben die Vergiftungserscheinungenverursachte, welche mit Unrecht einer unbekannten organischen Substanz von basischerNatur (Alkaloid?) zugeschrieben wurden. Dass es nicht notbwendig ist, an eine andereBase als an Ammoniak zu denken, erhellt daraus, dass sämmtliche Versuche, welche eineandere organische Base zu isoliren trachteten, misslangen.

') Pflüger's Archiv f. Physiol 1879, 19, 347.

2 j Archiv f. Hygiene 1883, 1, 5.

8 ) Compt. rend. 1888, 96, 165, 213.

') Archiv f. Hygiene 1892, 15, 1.

5) Societö de Biologie. J888.

°) Wiener Hin. Wochenschrift 1888,

') Jahresbericht f. Thierchemie 1889, 19.

B ) Boiletino della Societa d'igiene di Palermo 1888.

*) Archiv für Hygiene 1890, 10, 367.

,0 ) Zeitschr. f. Hygiene 1893. 14, 64.

") Ebendort 1893, 15, 57.

12 ) Hygien. Rundschau 1894, 4, 1118.

") Ebendort 1897. 7, 554.

") Ronpravy ceske akademie ved 1889, 2, 9.

""') Archiv f. Hygiene 1900. 38, 1. Hier findet sich auch eine ausführliche Zusammenstellungder vorstehenden Arbeiten.

König, Nahrungsmittel. II. 4. Aufl. 91