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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Luft.

Kleider zu rechnen, welche durch Verwendung von entweder arsenhaltigen!Seh .veinfurterGrün" oder arsenhaltigem Anilinroth (Fuchsin) atc. hergestellt sind. Eiue Zimmer-oderEinathmungsluft kann bei Anwendimg derartiger Stoffe nicht nur durch Abreiben der Farbearsenhaltig werden, sondern auch nach den Untersuchungen von H. Fleck unter Umständeneinen Gehalt anArsen Wasserstoff " annehmen, welcher sich durch Einwirkung vonWasser und dem Kleister, womit z. B. die Tapeten angeklebt w-erden, unter Reduktion derarsenigen Säure bilden soll.

0. Emmerling 1 ) konnte zwar, wenn er organische Stoffe mit arseniger Säure mischteund hierauf Pilze (Proteus-, Schimmel-Arten) wachsen Hess, das Auftreten von Arsen Wasser-stoff niemals beobachten, erbschon die Schimmelarten (Penicillium- und Aspergillus-Arten)auf dem Nährmittel (Brotbrei) mit 0,2% arseniger Säure üppig wuchsen. B. Gcsio 3 ) hataber gefunden, dass ausser Mucor mueedo, Aspergillus glaueus sowie Asp. virens be-sonders Penicillium brevicaule auf arsenhaltigen Stoffen, sogar auf festen Arsenverbmdungengut gedeihen und hierbei ein giftiges Gas entwickeln, welches sich indess als mit Arsen-wasserstoff nicht gleich erwiesen hat. Die Frage der Bildung des letzteren aus feuchten,Arsen und organische Stoffe enthaltenden Stoffen bedarf daher noch der weiteren Aufklärung.Im Anschluss hierar, mag erwähnt sein, dass in weissen Kinderwagendecken viel-fach Bleiweiss (bis zu 40 °/ 0 Bleioxyd) und auf Kinderspielzeug Zinkweiss (mit 60%Zinkoxyd) nachgewiesen ist. Ebenso werden Visitenkarten häufig mit Bleiweiss,Papierkragen mit Zinkweiss getränkt. Es ist einleuchtend, dass durch Abreiben dieserGegenstände Theilchen giftiger Farbstoffe iu den Organismus gelangen und schädlicheFolgen hervorrufen können.

h) Verunreinigung der Zimmerluft durch die Jiusathmungsluft desMenschen. Ueber die Menge der vom Menschen durchschnittlich abgegebenen Menge Kohlen-säure sowie Wasserdampf vergl. S. 209 und 270. Im Besonderen mögen hier noch einigeZahlen für die ausgeathmete Kohlensäure-Menge aufgeführt werden. So betrug die stünd-liche Kohlensäure-Ausscheidung des erwachsenen Mannes nach Pettenkofer und C. Voit:

1. Kräftiger Arbeiter, 2. Schwächlicher Schneider,72 kg schwer, 28 JahreBuhe Arbeit

Tag ......22,6 1 36,2 1

Nacht.....16,7 15,0

Nach Schardingers's Untersuchungen beträgt die stüudlicbe Kohlensäureabgabe:Knabe Mädchen Jüngling Jungfrau Mann Frau

10 16 17

23,9 kg 55,75 kg 55,75 kg

9,7 1 17,4 1 12,9 1

Aus dem Grunde kann sich in den Wohn- und Schlaf- etc. Räumen mitunter einegrosse Menge Kohlensäure (bis zu 10% 0 ) ansammeln, v>enn diese Räume nicht oder nur mangel-haft gelüftet werden. Eine derartige Kohlensäuremenge ist. wie schon S. 1427 gesagt ist, ansich bei genügendem Sauerstoffgehalt nicht schädlich, aber wenn die Kohlensäure von Menschenherrührt, so ist eine Zimmerluft, die 5,07,0 ° M Kohlensäure enthält, nach v. Pettenkoferschon im höchsten Grade drückend, ekelerregend und für einen längeren Aufenthalt völliguntauglich. Nach v. Pettenkofer darf eine Zimmerluft nicht mehr als 0,01,0 VoL-%,Kohlensäure enthalten. Man hat aus diesem Umstände geschlossen, dass die Ausath-mungsluft des Menschen noch andere schädliche Stoffe als Kohlensäure enthalten müsse. 8 )

') Berichte der deutschen ehem. Gesellschaft 1896, 39, 2728.

2 ) Ebendort 1897, 30, 1024.

3 ) M. Marcker konnte sich in einer Stallluft mit 810 Vol.-" ' M Kohlensäure längere Zeit ohneBeschwerden aufhalten, erst als der Kohlensäuregehalt auf 13,56 %o stieg, wurde die Luft sehrdrückend, ein Beweis, dass die Hautausdünstungen und die sonstigen gasförmigen Abgaben der Thierenicht so belästigend sind als die der Menseben.

53 kg schwer, 36 JahreBuhe16,3 1

12,7 »

Alter . . . 9'/,Körpergewicht 22,0 kgKohlensäure . 10,3 1

82,0 kg18,6 1

35 Jahre65,5 kg17,4 1