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Neben den genannten Gasen verbreiten aber die meisten künstlichen Lichtquellen —mit Ausnahme natürlich der elektrischen — mehr oder weniger Kusstheileben und dieMenge dieser giebt auch, wie M. Bubner') nachweist, einea Massstab für das Vorkommenund die Menge der unvollständigen Verbrennungs-Erzeugnisse.
f) Verunreinigung der Luft durch Oefen und Heizanlagen. Die Offer,und Heizungen in den Wohnräumen bilden ebenfalls Quellen für Verunreinigung derZinimerluft, durch Verbreitung entweder von Staub oder schlechten Gasen (Kohlenoxydund Erzeugnissen der unvollkommenen Verbrennung). Letztere bilden sich aber nur,wenn auf irgend eine Weise der Luftzug in den Abzugsröhren oder im Schornstein unvoll-kommen oder ganz gestört ist. Die Ansammlung det* lästigen und schädlichen Grase kanndann so gross werden, dass der Tod der Einwohner durch Ersticken eintritt. DerartigeFälle sind in schlecht gelüfteten Zimmern oder bei unvorsichtigem Gebrauch von Zugklappenzur Absperrung des Luftzuges im Ofenrohr nicht gerade selten. Die von einigen franzö-sischen Chemikern aufgestellte Behauptung, dass durch gusseiserne Oefen stets geringeMengen Kohlenoxydgas diffuudiren, hat sich nach neueren Untersuchungen von Alex.Müller, A. Vogel und G. Wolffhügel nicht bestätigt; es gelang diesen nicht, in derAussenluft des Ofenmantels irgendwie nachweisbare Mengen von Kohlenoxyd aufzufinden.Das Kohlenoxyd bildet sich entweder durch unvollkommene Verbrennung in "Folge mangeln-den Luftzutritts oder durch Reduktion von gebildeter Kohlensäure durch stark glühendeKohle.
Sehr gefährlich können nach K. Knorr 2 ) die Gasheizapparate werden, bei denendie Verbrennungsgase nicht genügend abziehen können. Er fand nach 2-maliger Heizung inBadezimmern mit Gasheizung eine wesentliche Sauerstoffabnahme und Kohlensäurezunahme.Dieselben betrugen im Vergleich zu Grubenluft in den Oberharzer Erzgruben:
Grubenluft Badezinmierluft
Kohlensäure......2,29% 2,70%
Sauerstoff-Verminderung . . 2,37 „ 3,90 „
Grubealuft mit 0,5—1,23% Kohlensäure und nur 20,0—17,8% Sauerstoff bezeichnetman als deutlich erkennbare schwere Wetter.
H. Müller 3 ) und A. Gärtner 4 ) theilen Todesfälle mit, die bei Gasöfen bezw. Gas-badeöfen durch Anhäufung von Kohlensäure sowie durch Austreten von .Kohlenoxyd inFolge mangelhafter Abführung der Gase verursacht worden waren. E. Babueke 6 ) hatauch bei Benutzung von Petroleum Öfen eine wesentliche Ansammlung von Kohlensäure(bis zu i2% 3 ) pachw-eisen können.
Diese Art Verunreinigungen können bei den Centralheizungen in den Räumen nichtauftreten. Bei der Luftheizung können aber mit der zugeführten heissen Luft leicht Ver-unreinigungen , welche in der zu erwärmenden Luft enthalten sind, zugeführt werden undbei den Heissw asser- oder Wasserdampfheizungen tritt leicht ein Versengen desStaubes an den Heizkörpern ein, wodurch ebenfalls schlechte Gerüche den Wohnungsräumenzugeführt werden. Ein weiterer Uebelstaud der Centralheizungen ist der, dass sie dieWohnuugsluft zu sehr austrocknen, d.h. zu arm an Wasserdampf machen, wenn nichtdurch Aufstellen von Wasserschalen für eine gleichzeitige Zuführung von WasserdampfSorge getragen wird.
g) Verunreinigung der Wohnung»- bezw. Einathmungsluft durch giftigeTapeten oder Papier oder Kleider. Hierher sind zunächst arsenhaltige Tapeten und
') Hygienische Rundschau 1900, 10, 257.
2 ) Archiy f. Hygiene 1890, 11, 86.
') Hygien. Rundschau 1897. 7, 735.
4 ) Chem.-Centralbl. 1900, 1, 1168 u. 1231.
") Ebendort 1899, II, 968.