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Luft.
Stellung von Natriumsulfat für die Sodabereitung, bei der Verhüttung von Nickel- undKobalterzen etc.; Fluorwasserstoffsäure aus Fabriken für Darstellung dieser Säurenoder aus Düngerfabriken (Aufschliessen fluorhaltiger Phosphate), Glasfabriken, Thonwaaren-fabriken etc.; Stickstoffoxyde bei der Darstellung von Oxalsäure aus organischen Stoffendurch Oxydation mit Salpetersäure, bei der Darstellung von flüssigem Leim mit Salpeter-säure, von arsenigsaurem Kali aus arseniger Säure und Salpeter, durch Auflöse]} von Queck-silber io Salpetersäure, beim Bleichen des Talges, beim Beizen von Metallen etc.:, Ammoniakbei der Darstellung von Soda und in anderen Betrieben, in denen entweder Ammoniak her-gestellt oder verwendet wird; Schwefelwasserstoff bei der Verarbeitung ron Sodarück-ständen, bei der Leuchtgasfabrikation, Theerschwelereien und Koksbereitungsanstalten;Theer- und Asphaltdämpfe bei der Herstellung und Verwendung dieser Rohstoffe und an-dere Dämpfe und Gase mehr.
K. B. Lehmann 1 } hat auf Grund von meistens eigenen Versuchen folgende Schädlich-keitsgrenzen dieser und anderer Gase für den Menschen aufgestellt:
Bezeichnung der Gase
Salzsäuregas
Schweflige Säure .Kohlensäure') .Ammoniak .Chlor und Brom .
Jod.....
Schwefel WasserstoffSchwefelkohlenstoffKohlenoxyd.
Rasch
tödfend
302 %etwa 1 %o1-27«,
Ttoncentrationen, ' Koncentrationen, ' Koncentrationen,
die in '/a—1 St. ■ die noch '/,— 1 St. die bei mehrstündiger
lehensgefährliche ! ohne schwerere | Einwirkung nur sehrErkrankungen Störungen zu ] schwache Symptome
bedingen ertragen sind bedingen
1,5-2 7«
0,4 — 0,5 7»
etwa 60—80 7«
2,5 — 4,5 7«
0,04 — 0,06 7 M
0,5-0,7 7«,
10 — 12 mg in 1 1
<> - s ü& ° fm
0,05 bis höchstens
o,i 7„,
0,05 7«
40 - 60 °/ M
0,3 '/.
0,004 X
0,003 7»
0,2 — 0,8 7«,
0,01 7„,
0,02 —0,03 7 m
20 - 30 7 M0,1 •;„0,001 •<.j 0,0005 — 0,001 7 M0,1 — 0,15 '/„")2 — 3 mg in 1 1 1 — 1.2 mg 4 J in 1 ]0 5 — 10°/ 0 9 "•
Hieran anschliessend möge erwähnt sein, dass von den Riechstoffen durchweg nursehr geringe Mengen, in der Luft vorhanden zu sein brauchen, um von dem Menschenempfunden zu werden; so betragen nach J. Passy") die kleinsten noch wahrnehmbarenMengen für 1 I Luft in Millionenstel Gramm: Kampher 5, Aether 1, Citral 0,5—0,1, Helio-tropin 0,01—0,05, Ktimarin 0.05—0,01. Vanillin 0,005—0,0005. natürlicher Bisam 0,000] bis0,00001 (?), künstlicher Bisam (Trinitroderivat des Isobutyltoluois) 0.00001—0,00000005,also z.'l'h. kaum mehr vorstellbare kleinste Mengen. Von den primären aliphatischenAlkoholen wurden noch folgende kleinsten Mengen in Millionenstel Gramm für I 1 Luftwahrgenommen.
Methyl- Aethyl- Propyl- Butyl- Iaobutyl- Links akt. Aii.yi- Isoamyl-
1000
350
10-
Alkohol1
1
0.6
0.1
') K. B. Lehmann, Die Methoden der praktischen Hygiene. Wiesbaden 1901, 174.
'! Die Wirkung der Kohlensäure wird sehr verstärkt durch gleichzeitigen Sauerstoffmangel.Jedes Procent Sauerstoff, das die Luft weniger als 20.9 7 0 enthält, wirkt etwa, als ob der Kohlen-säuregehalt um 1 7o gesteigert wäre.
:< ) Schon 6-stündige Einwirkung von 0,1—0,157«, bewirkt noch heftiges nachträirljclifi Unwohl-sein, 2 — 3-stündige Einwirkung ist nur von geringer Wirkung.
4 ; 6-stündige Einwirkung von 1 — 1,2 mg in 11 ruft noch ziemlich unangenehme Nachwirkungen(Kopfweh) hervor; 2—3-stündige wirkt kaum nennenswerth.
s ) Compt. rend. 1892, 114, 780 und Ceutraibl. f. Agni.-Chemie 1893, 22, 803.