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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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vielfach die grössere Sterblichkeit der in solchen Betriehen beschäftigten Arbeiter mit derMenge des entwickelten und eingeathmeten Staubes zusammenhängt. Besonders gefährlichist Staub von arseniger Säure, Phosphor (Phosphordampf), Quecksilber (bezw. Queck-silherdampf), Metallstaub (Blei, Messing, Zink), ferner Staub von Haaren, Wolle etc.von verseuchten Thieren.

A. Hilger und E. v. Räumer') haben gefunden, dass die in Spiegelbeleganstalten auf-tretenden Qnecksilberm engen weniger in dampf- als staubförmigem Zustande vorhandensind, nämlich in 1 cbm Luft 0,340,98 mg Quecksilberdampf, dagegen 22,524,0 mg für 1 cbmin 24 Stunden als staubförmiges Quecksilber. Mörner 2 ) weist nach, dass auch bei An-wendung von Sublimat in Wohnräumen erhebliche Mengen Quecksilber in die Luft über-gehen können.

Zur Beseitigung oder Verringerung des Staubes in den Wohn- and Fabrikräumen istin erster Linie die Bnfwickelung und Verbreitung von Staub zu verhindern; ferner einezweckmässige Lüftung anzustreben. ,T. Uffeimann fand in gut gelüfteten Räumen 2600bis 12500, in ungelüfteten Räumen 1(55000 Bakterienkeime in 1 cbm. Nach Gr. Wolff-hügel 3 ) hat indess die Lüftung nur geringen Erfolg, es muss vorwiegend der Entstehungvon Staub vorgebeugt werden.

b) Verunreinigung der Luft durch Rauch und industrielle Oase. Einewesentliche Verunreinigung erfährt die Luft in grösseren Städten und in Industriegegendendurch den Schornsteinrauch etc. Zunächst enthalten alle Brennstoffe, besonders dieSteinkohlen, Schwefel bezw. Schwefelverbindungen, die beim Verbrennen schweflige Säurebezw. Schwefelsäure liefern. G. Würtz 4 ) beobachtete diese Säuren stets in der Atmosphärevon Paris und schreibt dem Vorkommen der schwefligen Säure den geringen Gehalt solcherLuft an Ozon zu. A. Smith") fand in dem Regen in England und Schottland auf demLande 2,06 5,64 Thle., in dem aus Städten dagegen 16,50 70,90 Thle. Schwefelsäure für1 Million Theile Regenwasser (vergl. auch S. 1380). Neben Verbrennungsgasen enthält derSehornsteinrauch noch .stets mehr oder weniger Russbestandtheile. P. Lochtin 6 ) fand, indem Russ von Holz- und Torffeuerung:

In Salzsäure

Davon in Verkohlte

Unlösliche

löslich W r asser loslich Substanzen

Asche

Holzfeuerong 1,20%

65,35% 28,75% 28,35%

5,10%

Torffeuerung 2,82

26,39 13,51 44,38

26,41

Die in Salzsäure löslichen

Bestandtheile bestanden aus:

Feuerung

CaO

MgO

~ 1 "K 2 0 ' Na0

j

A1,0 3 +Fe 2 O a 1 Si0 <

SO,

P S 0.

00, + HjS +

Organisches

%

V.

% i %

% %

%

%

/o

Holzfeuerung .

20,90

3.15

15,80 ' 1.12

2,13

1,50

11,00

2,88

6,37

Torffeuerung .

5,17

0.77

2,52 Spur

4,66

2,10

4.46

1,38

i> T 33

Zu den Verunreinigungen aus gewöhnlichem Schornsteinrauch gesellen sich noch solcheaus industriellen Anlagen, z. B. schweflige Säure, wie Schwefelsäure nebenMetalloxyden und Sulfaten von Blei und Zink etc. aus Röstereien von Schwefelkiesund Zinkblende; Salzsäure bezw. Chlor aus Soda- bezw. Chlorkalkfabriken bei der Her-

') ForscliungsbericMe über Lebensmittel 1894, 1, 32.

2 ) Zeitschr. f. Hygiene 1894, 18, 251.

*) Gl. ty'olff h iigel, Zur Lehre vom Luftwechsel. München 1893.

4 ) Oompt. rend. 1885, 100, 1385.

s ) A. Smith. Die Luft uud der Regen et«. 1872.

) Chem. Centrale!. 1891, II, 333.