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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Hierin waren 5761 °/ 0 Asche mit Kieselerde, Eisenoxyd, Calciumkarbonat,Sulfaten etc.

Miquel fand ebenfalls den Gehalt der Luft an Staub in Paris bei trocknemWetter bedeutend höher, als nach gefallenem Regen, nämlich im ersteren Falk23 mg, nach Regen Dur 6,0 mg in 1 obm Laft. Im Freien auf dem Lande ergabsich 3,04,5 mg, bei Regen nur 0,25 mg Staub in 1 cbm Luft. Auch v. Fodor hatnachgewiesen, das? die Luft in Budapest in der trocknen Jahreszeit staubreicher ist,als im feuchten Frühjahr und Winter.

Der Gebalt an Bakterien schwankt ebenfalls nach dei ( ihreszeit and der Höhe.

F. Miquel hat in Montsouris während des Sommere and Herbstes bis zu1000 Bakterienkeime in 1 cbm Luft gefunden, während sie im Winter auf 45 Stückherabsanken. Nach Freudenreich ist die Luft in unzugänglichen Gletschergebietenvon 20003000 m Höhe frei von Bakterien, in etwas mehr zugänglichen Gegenden er-gaben sich in 10001 Luft nur 1 oder 2 Bakterien; die auf anderen Höhen gefundenenBakterien waren die gewöhnlichen: Bacillus subtilis, Bacterium termo und Micro-coccas. Auch die Seeluft ist nach Fischer in einer Entfernung von 120 Seemeilenvom Lande keimfrei 1 ). Vir Wald soll eine filtrirende Wirkung auf den Bakterien-gehalt der Luft ausüben. Im Sommer und Frühjahr erfahren die Bakterien derLuft eine Zunahme, im Winter eine Abnahme. Bei Kälte wie bei .Regen nehmendie Spaltpilze ab. die Schimmelpilze zu. Bei trockner Luft und im Sonnenlichtgehen viele Bakterien zu Grunde, Hefen sollen besonders im August bis Oktoberin der Luft vorkommen.

2. Verunreinigungen der Luft.

Die vorstehenden natürlichen Bestandteile der Luft erfahren sowohl für die freieAtmosphäre als such besonders für die Wohnungs- und Fabrikräunie durch verschiedeneVorgänge an der Erdoberfläche entweder vorübergehende oder bleibende Veränderungen, dievielfach geeignet sind, die Gesundheit des Menschen zu gefährden and aus dem Grunde hierkurz besprochen weiden müssen.

a) Verunreinigung der Luft durch Staub, Die anter gewöhnlichen Verhält-nissen in der atmosphärischen Luft vorkommenden Staubbestanätheile sind vorstehend kurzbesprochen. Hierzu kommen aber unter umständen, sei es durch heftige Windbewegungensei es durch Fabrikbetriebe, noch aussergewöhnliche Staubmengen, die im ersten Falle meistensvorüberg hender Ali sind Wie weit der Staub getragen werden kann, beweisen unsfolgende Erscheinungen:

Das mitunter in Diarbekir (rechts vom Tigris) fallende Himmelsbrot besteht aus einerFlechte (Leeanora esculenta), die im Kaukasus (Tataren, Kirgisen) stellenweise 1520 cmden Boden bedeckt und nur durch Sturm dahin gelangt sein kam:. Der Staubregen anden Gestaden Portugals und Noi'dwestafrikas besteht aus Algen und Infusorien, die nur inden Steppen von Südamerika gefunden werden. Am 7. März 1898 fiel im Harz, Oden-wald, Kärnthen und Engadin ein gelblich röthlicher Schnee, dei anscheinend von Vul-kanen Islands herrührte and nur durch einen Nordoststurm zu uns getragen worden seinkonnte. Der rothe bezw. röthlichbraune Schnee, der häufig in den Alpen beobachtet wird,verdankt entweder der von weither dorthin verwehten Alge. (Sphaerella nivalis) in Gemein-schaft mit Pollenkörnern, Diatomeen (Navicula Arten und Diatoma vulgare) oder, wieL Mutender nachgewiesen hat, -inem röthlichen Thon seinen Ursprung, der in der Wüste

') Dieses, erscheint aber nach den Versuchen von 0. Flügge (Zeitsehr. f. Hygiene 1897. 25,179) unwahrscheinlich.