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Luft.
absieht, ganz wie Ozon und Wasserstoffsuperoxyd durch elektrische Entladungengebildet. Die Menge in den Niederschlägen schwankt von 0,6—16,2 mg in 1 1.
g) AintnonirrA: Das Ammoniak der Luft verdankt unter gewöhnlichenVerhältnissen ausschliesslich den Zersetzungs- und Fäulnissvorgängen an der Erd-oberfläche bezw. der Verdunstung von Meerwasger seine Entstehung; seine Mengewird in 100 cbm Luft von Levy zu 1,4—4,1 mg, von v. Fodor zu 2,5—5.6 mg an-gegeben. Regenwasser bezw. Niederschläge enthalten Spuren bis 15.7 mg in 1 1.
h) Staub. Zu den regelmässigen Bestandteilen der Luft gehört der Staub,der unter gewöhnlichen Verhältnissen aus organischen Stoffen (Sporen, Bakterien,Cysten, Protisten, Infusorien, ferner Haaren, Wolle, r^asern, Pollenkörnern, Samen vonGefässpfianzen etc.) und unorganischen Stoffen (Russ, Asche, Kochsalz, Thon, Caicium-karbonat etc.) besteht. Die Menge des Luftstaubes schwankt unter gewöhnlichen Ver-hältnissen von Spuren bis 150 mg in 1 cbm. die der Mikrophytenkeirne von 0 bismehreren Hunderttausend: unter letzteren überwiegen die Schimmelpilze. Dass sichdie Gährung und Eäulniss verursachenden Pilzsporen durch die Luft fortpflanzen,ist eine ganz bekannte Thatsache; denn wir können Flüssigkeiten und Substanzenvor Gährung und Fäulniss schützen, wenn wir die zutretende Luft durch Absperrungmit Baumwolle filtriren.
Assmann 1 ) fand in der Luft über der Stadt Magdeburg in 31 m Höhe 3—4 mg
Staub für 1 cbm und berechnet daraus für eine 50 m hohe Luftschicht der etwa
zwei Quadratkilometer grossen Stadt 300 kg Staub. Bei dem geringen spec. Gewicht
der kleinen Stäubchen bedeutet diese Gewichtsmenge eine Unzahl von Staub-
theilchen; so fand J. Aitken 2 ) für 1 cbm Luft:
Sitzungssaal am Boden
Auf dem Lande
In der Stadt Edinburg
vor nach
der Sitzung
175 000 400O00
bei klarer dicker Luft bei klarer dicker LuftStaubtheüehen . . 500 5000 5000 45 000
Hiernach ist der Staubgehalt der Luft in den Städten grösser als auf dem Landeund weil die Staubtheüehen die Bildung von sichtbarem Wasserdampf (Nebel, Wolken),welcher sich um die Staubtheüehen gleichsam als Kerne herum niederschlägt, ?urFolge haben, so ist erklärlich, dass in grossen Städten bezw. in staubreichen Gegendendie NeViel häufiger sind, als auf dem staubärmeren Lande.
Regen vermindert den Staubgehalt der Luft; so fand G. Tissandier dadurch,
dass er ein bestimmtes Volumen Luft Blase für Blase durch destülirtes Wasser
streichen liess, das Wasser verdampfte und den Rückstand wog, für 1 cbm Luft in
Paris:
1 Kaoh einem reich-lichen Uegesi
des Tages vorher(Juli 1870)
.?. Nach
3 tiigigem
troc knem W< tter
3. Unter normalen atmosphärischen
Verhältnissen
Staub . . 0,0060 g 0,0230 g 0,0060 0,0075 u. 0,00^0 g
Dieser Staub bestand aus 25—34% organischen und 75—■66% unorganischenStoffen.
In anderen Fällen prhielt er aus Schnee in 1 1 Schneewasser:
In Paris Vom Lande
Festen Bückstand 0,212 0,108 0,016 g 0,104 0,048 u. 0,024 g
') Fesesohr. d. Stadt Magdeburg, gewidmet der 572 ) Trans. Boy. Soc. Edinburg 1890, 35, 1.
Nalurforscher-Yersamml. 1884, 210.