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Wasser.
Kohlensäure versetzt oder desgl. unter Zusatz von Kochsalz und Kohlensäure etc.bezw. als Tafelwasser aus dem natürlichen Mineralwasser (der Quelle)" bezeichnenzu dürfen. Auch soll es, wonn die zugesetzte Kohlensaure der Quelle gelbstentstammt, gestattet sein, dieses besonders hervorzuheben. Von anderer Seiteaber wird darauf hingewiesen, dass, künstlicher Zusatz von Kohlensäure bezw.dieser und Kochsalz und die Bezeichnung ,,Natürliches Mineralwasser" ein Wider-spruch ist, da durch beide Zusätze, abgesehen davon, dass auch mitunter hierdurchnicht unschädliche Stoffe zugefügt werden können, die Natur des Quellwassers verändertwird. Auch giebt es eine grosse Reihe von gewöhnlichen Wasserqueilen, die deneigeutlichen Mineralwasser-Quellen nur entfernt oder kaum mehr nahe stehen —eine scharfe Abgrenzung zwischen beiden giebt es wohl nicht - denen aber durchZusatz von Kochsalz und Kohlensäure die allgemeine Eigenart der Mineralwässerertheilt werden könnte und die alsdann auch noch als „Natürliches Mineralwasser"etc. bezeichnet werden dürften, was ohne Zweifel unzulässig wäre. Aus demGrunde erscheint es richtiger, dass die veränderten, in den Handel gebrachtenMineralwässer nur den Namen der Quelle bezw. des Brunnens tragen und dabeidurch besondere Zusatz-Aufschriften die Behandlungsweise erkennen lassen, z. B.Gerolsteiner Sprudel'), Hubertus-Sprudel und Kaiserbrunnen Aachen mit Kohlensäurebezw. solcher der eigenen Quelle gesättigt; Birresborn (Lindenquelle) unter Zusatz vonKochsalz mit Kohlensäure gesättigt; Ilhenser und Roisdorfer Mineralquelle enteisentund mit Kohlensäure bezw. der «igenen Quelle gesättigt, Apollinarisbrunnen undTaunusbrunnen enteisent und unter Zusatz von Kochsalz und Kohlensäure etc; dieanderen in der Tabelle aufgeführten Tafelwässer, Crefelder Sprudel, Drachenquelle,Geilnauer Quelle, Selters bei 'Weilbach. "Viktoria-Sprudel u. a. dürften eine ähnlicheBehandlung erfahren haben. Unter Harzer Sauerbrunnen versteht man Tafelwässer ausverschiedenen Quellen, von denen nur vereinzelte als schwache Säuerlinge anzusehensind; die meisten Tafelwässer dieser Art werden durch Zusatz von Kochsalz undSoda zu reinem Queilwasser sowie durch Sättigen mit Kohlensäure hergestellt;sie gehören daher zu den künstlichen Mineral-(Tafel-) wässern.
Die natürlichen Tafelwässer gehören zu den sogen. Säuerlingen und alka-lischen Mineralwässern welche die erste Gruppe der vorwiegend Heilzwecken die-nenden Mineralwässer bilden. Man unterscheidet bei diesen 2 ):
1. Säuerlinge und alkalische Mineralwässer.
a) Einfache Säuerlinge mit wenig festen Bestandteilen und viel freier Kohlensäure (z. B.Apollinaris, Birresborn, Mariene-uelle in Marienbad etc.). Her Gehalt an freier Kohlen-säure schwankt von 498 bis 1539 ecm in 1 1 Wasser.
h) Alkalische Säuerlinge oder auch Natron-Säuerlinge mit vorwiegendem Gehaft an doppelt-kohlensaurem Natrium (z. B. Assmannshausen a. Rh., Bilin in Böhmen, Neuenahr intAhrthal etc.». Der Gehalt an doppeltkohlensaurem Natrium schwankt von 0,7792 bis3,6786 g in 11 Wasser.
c) Alkalisoh-rauriatische Quellen oder Kochsalznatron-Säuerlinge, die neben freier Kohlen-säure und Nairiumbikarbonat auch noch Chlornatriuni als wesentlichen Bestandtheil ent-
') Angeblich Mischwasser zweier Quellen, von denen die eine nur wenig, die andere mehrMineralstoffe enthält.
') Vergl. die Schrift von Alw. Goldberg: Die natürlichen und künstlichen Mineralwässer.Weimar 1892, worin die Znsammensetzung, Beschaffenheil und Gewinnung der Mineralwässer ein-gehend beschrieben isi.