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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Trinkwasser.

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weitere Gebirgsstrecken, auch Schutt- und Bodenschichten; sie passen daher ihre Be-schaffenheit mehr als die Hochquellen der Beschaffenheit des Bodens an und findensich bei ihnen häufig TJebergänge zu Grundwasser.

c) Sekundäre Quellen, welche sich durch Verschwinden und Wiedererscheinenvon Wasser in Gestalt einer Quelle bilden, das schon an einem anderen, höher ge-legenen Ort als Quelle, Bach, Teich oder See vorhanden war. Diese Art Quellensind nicht selten. Ein Thei] der Wuttach versinkt in Spalten des Kalkgebirgesund tritt bei Degernau wieder als Quelle hervor; aus der lim verschwindet beiHetschberg ein grosser Theil des Wassers in vier mächtigen Uferspalten des Wellen-kalkes, um -4 l /a ^ m nuterhalb in der Luftlinie gemessen wieder, mit Grund-wasser gemischt, als Quellwasser zu Tage zu treten. Die Alme in Westfalen warfrüher ein wasserreiches Flüsschen; 1830 wurde ihr Bett bei dem Dorfe Brenkenverlegt und führte fortan über nur sehr schwach mit Alluvium bedeckten zerklüftetenPlänerkalk; in Folge dessen versank ein Theil des Wassers und seit 1885 ver-schwindet es in der trocknen Jahreszeit vollständig in Schwaiglöchern; seit demVerschwinden desselben haben die Quellen in Gesecke und Upsprunge zugenommen.Die Donau verschwindet, bei Immendingen in der troeknen Jahreszeit vollständig indem gespaltenen, auch im Flnssbett vorhandenen Jurakalk und speist die 11 kmsüdwestlich zu Tage tretende, 500 m tiefer liegende Aachquelle, welche zum Bodensee und von da in die Nordsee fliesst, während die Donau dem Schwarzen Meerezuströmt').

Von welcher Bedeutung die Gebirgs- bezw. Bodenart auf die chemische Zu-sammensetzung eines Quellwassers ist, erhellt aus folgenden, von der VersuchsstationMarburg im Mittel vieler Proben für 1 1 erhaltenen Zahlen (vergl. Tabelle S. 1388).

Das tributäre (d.h. wasserliefenjde) Gebiet einer Quelle deckt sich bei einemkompakten, undurchlässigen Gestein (Eruptivgestein) meistens mit dem orographischenGebiet d. h. die Wasserscheiden fallen zusammen mit den höchsten Höhenlinien desumgebenden Gebirges; in diesem Falle sind auch nur wenige Passe und Spalten,sowie nur wenig verwittertes Gestein vorhanden; das Regenwasser läuft durchweg anden Abhängen in den Thalweg hinunter. Bei stark zerklüftetem Eruptivgestein wieebenso bei geschichteten Gesteinen deckt sich dagegen das Quellgebiet durchaus nichtimmer mit dem orographischen Bezirk, weil die oberirdischen Wasserscheiden nichtimmer mit den unterirdischen (den wasserundurchlässigen Schichten im Gestein) zu-sammenfallen.

Fliesst das Regenwasser ohne grossen Widerstand (ohne wesentliche Filtrir-schicht) und rasch in Spalten und Rissen ab, so zeigt ein solches Quellwasser aucheine dem Regen wasser ähnliche schwankende Temperatur; hat der zu durch-

') Um den Zusammenhang eines derartig versunkenen Bach- und des daraus entstandenen Quell-wassers nachzuweisen, bedient man sich am zweckmässigsten des Uraninkalis (Kaliumsalz desFluoresceins;, welches man nach Mayrhofer noch in einer Verdünnung Ton 1 : 4 Milliarden Wassernachweisen kann, wenn man 24 1 Wasser mit t2 Messerspitzen voll feinster Thierkohle '/ t Stunde-schüttelt, die Kohle nach dem Absitzen auf einem kleinen Filter sammelt, trocknet und mit 10 ccmAlkohol auszieht, welcher durch einige Tropfen Alkali alkalisch gemacht ist. Mittels der konvergirendenLichtstrahlen eine grössere Lupe genügt schon lässt sich der Farbstoff durch sein prächtigesSchillern leicht nachweisen. Als sonstige Farbstoffe sind vorgeschlagen, aber nicht so gut: Aurarain,Safranin, Kongoroth, Neutralfuehsin, Pariser Violett, Methylenblau; ferner sind für den Zweck vor-geschlagen Bakterien mit ausgeprägter. Eigenschaften, z. B. die lebhaft gefärbten Bakterien Bacteriuinviolaceum, Bact. prodigiosum, Bact. rubrum, weiter auch Bierhefe.