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Wasser.
6. der Brunnenmantel muss bis in die wasserführende Schicht hinein oder, wo angängig, min-destens 6 m tief vom umgebenden Erdboden aus, wasserdicht sein;
7. der Brunnenmantel muss bis in die wasserführende Schicht wasserdicht an das umgebende-Erdreich, das Aushubterrain, so angeschlossen werden, dass
8. nur der offene Boden des Schachtes wasserdurchlässig ist und allein als Eintrittsstelle fürdas (Grundwasser dient.
In der Figur 40 sind M l Bruchsteine und M 2 Ziegelsteine: beide sollen zur Dichtung in Cement-oder Trassmörtel gelegt und der ganze Bruiinenmautel innen glatt mit Cementuiörtel verputzt sein.Der Baum zwischen dem Aushubterrain und dein Bruunenmantel wird am besten mit Lehm, Letten,Thon oder selbst mit Cement oder Trass ausgestampft.
Eine weitere Forderung zur Reinhaltung eines Brunnenwassers ist die rdass der Boden des Brunnenschachtes; welcher allein die Filtration besorgt, etw?alle 2 Jahre gereinigt und von der sich dort ansammelnden Schlammschicht be-freit wird.
4L. Quellwnsser. Quellwasser ist das in besonderen unterirdischen Kanälen,Spalten, Rissen und Klüften sich bewegende, aus einer oder mehreren Ausfluss-öffnungen austretende Sickerwasser. Wenn Grundwasser einen seitlichen beständigenAbfluss hat, so kann es zu Quellwasser werden, während Quellwasser, wenn es beiseinem Auetreten in locker«s Erdreich versickert und sich dort auf einer wasser-undurchlassenden Schicht bleibend ansammelt, zu Grundwasser wird. Quell- undGrundwasser lassen sich nicht immer scharf von einander trennen; beide bilden sichaus dem Regen- bezw. Oberflächenwasser, indem diese beim Durchsickern durch denBoden aufwasserundurchlassende Schichten stossen; es sind beides Bodenwässer; Quell-wasser unterscheidet sich aber, wie schon oben hervorgehoben ist, dadurch vom Grund-wasser, dass es in stetiger, grösserer oder geringerer Bewegung sich befindet, währendmit dem Begriff Grundwasser mehr der Zustand der Ruhe bezw. der bleibenden Auf-stauung des Bodenwassers verstanden wird, der nur durch künstliches Heben desWassers verändert wird. Grundwasser hat meistens einer vollkommenen Filtrationunterlegen, während Quellwasser durchweg keine oder nur eine geringe Filtrationdurch feinere Bodenschichten erfahren hat. Brsteres findet Bich vorwiegend im Allu-vium und Diluvium, also in Ebenen und Thälern, letzteres dagegen vorwiegend inGebirgen.
A. Gärtner 1 ) unterscheidet:
a) Hoch- oder Felsenquellen, welche sich dadurch bilden, dass das inSpalten, Klüften und Rissen des Gebirges versickerte Regenwasser auf eine hori-zontal geneigte wasserundurchlassende Schicht stösst und seitlich austritt und zwarabsteigend, wenn die letztere in der ganzen Ausdehnung eine gleichmässige Neigungbesitzt, oder aufsteigend, wenn auf der geneigten Ebene eine wasserundurchlässigeQuerwand eingeschoben ist, welche das Wasser wieder aufzusteigen und über derenRand auszutreten zwingt.
b) Tiefquellen, welche am Fusse der Berge, im Thale selbst und dannmeistens in seinem tiefsten Einschnitt, in weiten Flussniederungen oder in den Ein-schnitten der Plateaus hervortreten, wovon man wieder Schutt-, Grundwasser-, TTeber-lauf- und Barrieren-Quellen unterscheiden kann. Diese Quellen durchlaufen meistens
*) A. Gärtner, Die Huellen in ihren Beziehungen zum Grundwasser und Typhus. Jena 1902.