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Wasser.
des Flusswassers zeigen. Selbstverständlich ist dieselbe auch je nach dem Wasser-stande eines Flusses ausserordentlich verschieden.
Zu Regenzeiten und bei Hochfluthen enthalten die meisten Bäche und Flüssenicht unerhebliche Mengen Schwebestoffe bezw. Schlamm, zu anderen Zeiten sind siemehr oder weniger frei davon.
Hierzu gesellen sich aber häufig die schon oben erwähnten Verunreinigungender verschiedensten Art aus Häusern, Dörfern, Städten und den zahlreichen indu-striellen Betrieben.
Die Grösse der Verunreinigung hängt selbstverständlich einmal von der Art desbetreffenden Abwassers und dann von der Menge des dasselbe aufnehmenden Bach-wassers und dessen Stromgeschwindigkeit ab. Bei hinreichender Verdünnung undraschem Wasserlauf ist die Verunreinigung in manchen Fällen nur unerheblich undkaum nachweisbar. R,. Emmerich konnte z. B. im Isarwasser nach Aufnahme desAbwassers von München eine Vermehrung von Salpetersäure, Chlor, Kalk undKohlensäure kaum nachweisen, während einige Bestandtheile nur folgende Vermeh»rung für 1 1 zeigten:
Schwebestoffe Rückstand Organische Stoffe
5,3 mg 38.0 mg 3.4 mg
Fleck fand beim Elb- und Hulwa beim Oderwasser, dass sich die Zusammen-setzung derselben durch Aufnahme der städtischen Abwässer von Dresden bezw.Breslau nicht wesentlich verändert hatte, obschon in letzterem Falle die SielwässerBresjau's zugeflossen waren.
In anderen Fällen kann die Verunreiniguung wieder eine grössere sein; so fandVerf. für das Emscher-Wasser vor und nach Aufnahme des Abwassers der StadtDortmund für 1 1:
Zur Oxydation
E m s c h e r -W a s s e r:
Schwebe-stoffe
1. Vor Äufnahmej des städt. 34,5
2. Nach _ I Abwassers 60,0
erforderlicherSauerstoff
in .li iillia-saurer iischerLösungmg mg
7,4 6,6
Organ.
+Amrno-niakrStick-stoffmg9,417,0
Kalk
mg160,8167,2
Chlor
mg190,5240,2
Schwefel-säure
Keime von
Mikro-
phyton
in 1 ccm
436.244C,2
33 4481453 000
bei Mittel-
12,2 11,9Hier erfuhr das Abwasser bei Niedrigwasser nur eine 8 — 9-fache,wasser eine 13—15-fache Verdünnung, die bei der geringen Stromgeschwindigkeitauf eine Strecke von 14 km nicht hinreichte, die fäulnissfähigen Stoffe selbst des ge-reinigten Abwassers unschädlich zu machen.
3. Grundwasser. Unter Grundwasser versteht man nach obiger Erklärungdas auf einer undurchlassenden Bodenschicht (Thon oder festem Gestein) sich an-sammelnde, alle Bodenhohlräume ausfüllende, versickerte Regen- oder Oberflächen-wasser, welches bei sackartiger Ausdehnung der undurchlassenden Schicht entwederruht, still steht oder bei mehr oder weniger horizontaler Ausdehnung der undurch-lässige)! Schicht sich langsam im Boden fortbewegt. Derartige unterirdische Wasser-ansammlungen finden sich vorwiegend in den jüngsten Erdbildungen, dem Alluviumund Diluvium: sie können aber auch im älteren Gestein auftreten, .wenn die un-durchlassende Schicht nur weit genug ausgedehnt und nicht zu stark geneigt ist.Selbstverständlich bedingt die Art der Bildung wie der Aufstauung im Boden, dassdas Grundwasser noch mehr wie das Flusswasser von der Beschaffenheit der Boden-