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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Trinkwasser.

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2. In manchen Fällen deckt sich das Gebiet der aufgetretenen Epidemien(Typhus, Cholera) mit dem Gebiet der Wasserversorgung. Dass aber dasWasser stets die alleinige Ursache der Epidemien gewesen sein muss, istbis jetzt kaum mit Sicherheit erwiesen. Man macht in den meisten Fällendeshalb das Wasser allein verantwortlich, weil man nach den jetzt üblichenUntersuchungsverfahren keine andere Ursache finden kann.

3. Ohne Zweifel wirken bei den Infektionskrankheiten auch unter Umständenandere Ursachen mit, z. B. Verbreitung der Keime durch Insekten oderkleine Thiere, Malaria durch Stechmücken, Pest durch Ratten etc. oderörtliche Ursachen (Grundwasser und Bodenverhältnisse), jedoch ist erst inwenigen Fällen sicher festgestellt, wie diese Ursachen wirken.

4. Die pathogenen Mikroorganismen können durch Wunden, Verletzung derSchleimhäute beim Kauen oder auf dem Verdauungswege oder nach Ge-brauch des Wassers zum Spülen, Waschen etc., durch Verstäuben auf demRespirationswege in den Organismus gelangen und dort die specifischenKrankheiten hervorrufen.

5. Auch die Fäulnissbakterien bezw. die Erzeugnisse ihrer Lebensthätigkeitsind unter Umständen in gesundheitlicher Beziehung nicht unbedenklich.

Wenn aber auch das Wasser nicht immer direkt die ansteckenden Krankheitenverursacht, so ist doch die Beschaffung eines reinen und guten Trinkwassers sowohlfür jeden einzelnen Menschen wie für ganze Ortschaften von gleich hoher hygienischerBedeutung, da es indirekt die Verbreitung der ansteckenden Krankheiten unterstützenkann. Aus dem Grunde sind denn auch die Bestrebungen der Hygiene in ersterLinie mit darauf gerichtet, für ein reines und gutes Trink- und häusliches Gebrauchs-wasser Sorge zu tragen. Die Lösung dieser Frage lässt sich aber nicht überallgleichmässig erreichen, weil die zu Gebote stehenden Wasserquellen sehr ver-schieden sind. Es mögen daher letztere auch hier einer kurzen Besprechung unter-zogen werden.

d) Die einzelnen Quellen der Wasserversorgung.

Man unterscheidet für die Wasserversorgungen zwischen Oberflächen-, Grund-und Quellwasser. Alles dieses Wasser entstammt dem Regen- bezw. Nieder-schlagswasser, welches im Durchschnitt des Jahres zu etwa je x / 3 theils verdunstet,theils direkt zu den Flüssen und Seen abfliesst, theils in den Boden versickert, hier aufundurchlassenden Bodenschichten sich ansammelt und, wenn es keinen direkten Ab-flugs hat, das Grundwasser bildet, oder aber bei vorhandener Möglichkeit des Ab-fliessens als Quelle wieder zu Tage tritt. Die durch Kondensation von aus dem Erd-innern aufsteigendem Wasserdampf gebildete Menge Wasser spielt gegenüber derMenge, welche die atmosphärischen Niederschläge zu diesen Wasservorräthen liefern,keine Rolle. Vielfach werden Grund- und Quellwasser für gleich erachtet undsie sind das insofern, als sie denselben Ursprung haben und sich in derselbenArt und Weise d. h. durch Ansammlung auf undurchlassenden Bodenschichtenbilden, sie können auch in der Zusammensetzung gleich sein, wenn die Boden-schichten, durch welche das Wasser filtrirt ist, dieselben sind. Wir verbinden abermit Grundwasser im Allgemeinen einen unsichtbaren Dauerzustand, d. h. das dauerndeErfülltsein aller unteren Bodenporen mit Wasser, dagegen mit Quellwasser einenKönig, Nahrungsmittel. II. 4. Aufl. 87