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Wasser.
, I7 Abdampf- Organische „ ,, ,,
WaSSer Kückstid Stoffe Kalk M:iL '
Kali
Natron
Chlor
No 1 722.0 mg 363,4 mg
Schwefel- Salpeter-
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ säurt; säure
20,0 mg 4,5 mg 254,5 mg 49,0 mg 149,1mg 108,1) mg 142,5 mgAmmoniak
„ 2 — 4198,4 „ 906,1 „ 136,2 „ 81.6 „ — 440,2 „ 991.C „ 2,3 „
Wenn Schwefelsäure oder Salzsäure in der Nähe von chemischen Fabrikenin den Boden dringen, so können Brunnenwasser aussergewöhnüche Mengen von Sul-faten und Chloriden und zuletzt von freien Säuren aufnehmen. Dasselbe ist derFall, wenn die Auslaugungserzeugnisse von Schutthalden, die Schwefelkies ent-halten, in einen Brunnen gelangen.
In der Nähe von Kiesabbränden, die Sehwefellcjpfer und Schwefelzinkenthalten, kann das Brunnenwasser unter Umständen einen Gehalt an Kupfer- undZinksulfat annehmen. Die aus den Abbränden sich bildenden hulfate erleiden zwarim Boden durch vorhandene kohlensaure Erden zunächst eine Umsetzung mit diesen,indem sich Sulfate der alkalischen Erden und kohlensaure Metalloxyde bilden; dieserVorgang hält aber nur so lauge an, als der Vorrath an kohlensauren Erden nichterschöpft ist; sind solche nicht mehr vorhanden, so gehen die Sulfate der Metalleunzersetzt als solche in das Brunnenwasser über.
In der Nähe von stark koch salzhaltigen Abgangwässern (wie Abwasser vonSalinen, Soolbädern, Kohlenbergwerken etc.) finden sich nicht selten grosse MengenKochsalz in dem Brunnenwasser etc. etc.
c) Verunreinigung der Gewässer durch Mikroorganismen.
Eine besondere Bedeutung hat die Frage der Verunreinigung des Wassers durchMikroorganismen. Sie kommt vorwiegend nur für die Oberfiächenwässer\in Betracht,kann aber auch bei Grund- und Quelleuwässern auftreten, nämlich dann, wenn derBoden, durch welchen das Tagewasser fliesst, Spalten oder Oeffnnngen enthält oderaus grobem Kies bezw. losem Gerolle besteht. Ist dagegen der Boden, durch welchenda3 Wasser in die unteren Schichten filtrirt, von regelrechtem Gefüge und dicht, soenthält ein Grundwasser, wenn es sämmtlich dnreh solche Schichten filtrirt ist, in4—5 m Tiefe nur wenige oder kaum noch Mikroorganismen.
Unter den erstgenannten Verhältnissen können als thierische Parasiten durchdas Wasser übertragen und verbreitet werden z. B. die Eier des grossen Bandwurmes(Bothriocephalus latus), der Leberfäute (Dtstoma hepaticum) und sonstiger Distoma-Arten (D. haematobium, D. Bingeri). des Spulwurmes (Ascaris lumbrieoides), derFilaria sanguinis, Filaria medinensis etc. Auch vom Milzbrand muss angenommenwerden, dass er durch Wasser verbreitet wird etc.
Auf die weitere Streitfrage, ob die Verbreitung der Infektionskrankeiten nurdurch das Wasser erfolgt, wie von einigen Seiten angenommen wird, will ich hiernicht näher eingehen 1 ), sondern aus den umfangreichen Untersuchungen über dieseFrage die Hauptergebnisse hervorheben, welche jetzt als sieher festgestellt angesehenwerden können:
1. Die pathogenen Bakterien von Cholera, Typhus, Milzbrand u. a. könnensich einige Tage in einem Wasser entwiekelungsfähig erhalten und mit demWasser übertragen werdi q.
') Vergl. (ics Verfassers Schrift; l>ie Verunreinigung dei Gewässer 1899, 2. Aufl., 57 u. ff.