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Alkoholische Getränke.
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in welchen Claudon und Morin durch weitere fraktionirte Destillation nachweisen
konnten:
„ ., Aethyl- Normaler Isobutyl- Normaler Amyl- Essenzen
alkohol Propylalkohol alkqhol Butylalkohol alkohol etc.
18,5% 10,5% 8,3% 3,2% 34,5% 24,1% 0,9%
Mari sieht aus vorstehenden Zahlen, dass der echte Kognak sogar erheblich mehrVerunreinigungen (d. h. natürliche Beimengungen von höheren Alkoholen, Aldehyden,freien Säuren und Estern) enthält, als die aus reinem Sprit hergestellten Kunst-gemische; die Art und Menge dieser sog. Verunreinigungen können daher neben derGreschmacksproba zum Nachweise des echten Kognaks dienen. (lieber die Art desNachweises und der quantitativen Bestimmung vergl. Bd. III).
Nachmachungen und Verfälschungen des Kognaks.
Einige künstliche Mittel, um das Altera des Kognaks zu beschleunigen, sind schon vorstehendangegeben. Verwert] ich er aber sind die Naehmachungen und Verfälschungen.
1. Naehmachungen. Zu solchen möchte ich diejenigen rechnen, welche zwar auch aus Weinals Grundstoff durch Destillation gewonnen sind, bei denen aber ein minderwerthigerer "Wein alsder bekannte französische Kognak-Wein verwendet wird und bei denen man das fehlende Aroma durchkünstliche Zusätze zu ergänzen reicht. So berichtet Fr. Eisner') über die Herstellungsweise desDeutscheu Kognaks:
„Möglichst taurer Wein, vielleicht am li Obslwein, dem bisweilen noch Wein- und Citronensäurezugesetzt wird, wird abdestillirt. Das schwache Destillat wird mit Alkohol und sehr geringen Mengenvon Essenz versetzt, rektificirt und mit Zackerfarbe aufgefärbt. Siehe; ist, dass auch ans TresterweinKognak fabricirt wird; es wird demselben Zucker zugesetzt und die vergohrene Maische abdestillirt.Alle diese Kognaks sind Destillationsprodukte, die sich hauptsächlich durch die Feinheit des Aromas,welches übrigens durch langes Lagern noch erheblich vermehrt wird, von einander unterscheiden, abers'ämmtlich einen Extraktgehalt besitzen, der, selbst wenn Couleur v.\ gesetzt wird, 0,5—0,6 °/o nichtübersteigt". —
2. Verfälschungen. Als direkte Verfälschungen des Kognaks sind solche Erzeugnisse an-zusehen, bei denen der Alkohol und die eigenartigen Bestandtheile des Kognak nicht ausschliesslichdem Wein entstammen, sondern ein Vermischen von echtem Kognak mit Sprit und Essenzen statt-gefunden bat.
3. Als Fac.cn- oder Kunst-Kognaks sind Gemische von Sprit und Essenzen (und vielleichteiner äusserst geringen Menge Weindestillat) anzusehen. Hierüber sagt z. B. Eisner:
„Ausser diesen (d. h. den unter 1 genannten) Kognaksorten kommen solche in den Handel die aufkaltem Wege bereitet sind. Dieselben bestehen aus einer Mischung von gewässertem Spiritus mitEssenzen und Couleur. Die Essenzen sind verschiedener Art, entweder rein ätherisch oder mehrkörperhaft. Es werden Auszüge von Rosinen, Pflaumen etc. verwendet. Feineren Kognaks wird auchwohl Vanille und Veilchenblüthenessenz zugesetzt. Es ist offenbar, dass dergleichen Produkte, ab-gesehen von Aroma und Geschmack, einen nicht unerheblichen Extrakt besitzen müssen. Derselbegeht tiiatsächlich auf 5% hinauf.
Eine weitere bestimmte Vorschrift für die Herstellung eines solcher. Facon-Kognaks lautet z. B.:5% echtes Weindestillat, 95% rektificirter Kartoffelsprit; dazu Thee-Extrakt — grüner Jmperialtheedarf nicht mit Blei gebleicht sein —, Pflaumenextrakt, Eichenholzextrakt, Vanille, Zucker, Auszugaus frischen Nussscbalen.
T n Bd. T. S. 1441 sind behnfs Herstellung von künstlichem (Facon-) Kognak 5 Sorten Kognak-Essenz (auch Kognak - Grundstoff, Kognak - Extrakt genannt) mitgetheilt, deren Gehalt an einzelnenBeätandtheilen für 1 1 zwischen folgenden Grenzen schwankte:
') Zeitsehr. angew. Chemie 1888, 380.