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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Branntweine und Liköre.

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seitigt man vielfach dadurch, dass man den Lutter mit Soda versetzt und nochmalsdestillirt.

3. Kognak. Kognak wird durch Destillation von Wein gewonner?. DerName stammt von der kleinen StadtKognak" im französichen Departement Charenteher, dem Hauptort der Erzeugung dieses Branntweines; von dort stammen auch diefeinsten SortenFine Champagne"; als zweite SorteEaux de vie" oderPetitChampagne" gelten die Branntweine aus den Kantonen Chäteauneuf, Blanzac, Angou-teme, Jousac, Pons etc.: als 3. SortePins bois" (Peinholz weger. des langen Lagernsin Pässern) die von Barbezieux, Prouillac, Matha etc. Ausserdem unterscheidet mannoch weitere Sorten, die um so geringwerthiger gelten, je weiter die Weinlagen vonKognak entfernt sind.

Die zur Kognakbereitung dienenden Weine werden fast ausschliesslich aus derweissen TraubensorteFolie blanche" oderPic-poul-blanc", von hoher Ertrags-fähigkeit, aber von keinem ausgeprägten Sortengeschmack gewonnen. Ursprünglich ver-stand man unter Kognak nur ein Wein-Destillat 1 ), das in den beiden Departe-ments Charente und Charente inferieure gewonnen wurde; heute ist der Begriff desWortesKognak" ein weiterer; er muss nach den weiter unten folgenden Erläuterungenals einErzeuguiss der Weindestillation" bezeichnet werden 2 ).

Die in der Kognakbvennerei benutzten DestülaticnsVorrichtungen sind in denmeisten Fällen von der einfachsten Art es sind gewöhnliche kupferne Branntwein-blaseu, die aus einem Kessel, einem Helm, einem Kühlrohr und einem Kühlfass be-stehen 3 ).

Bei vielen Destillations - Einrichtungen trifft man ausserdem noch ein als Vorwärmer dienendesGefäss, welches im Innern mit einer Kühlschlange versehen ist, höher als der Kessel und neben oderüber dem Kühlgefäss steht. Passeihe wird mit "Wein gefüllt erhalten, der das Kühlrohr umspült undso, indem er selbst erwärmt wird, die Abkühlung des Destillates schon theilweise besorgt; durch einenHahn mit Rohr kann man im Bedarfsfälle den vorgewärmten "Weiß in den Kessel ablassen. Wennauch mit der Zeit zahlreiche Verbesserungen bezüglich der Destülationsapparate erdacht wurden undauch vielfach Verwendung finden, so halten doch die den echten Kognak erzeugenden Länderstrichehartnäckig am Althergebrachten fest.

J. de Brevans giebt über die Art und Weise, wie die Destillation vorgenommen wird, Folgendesan es existiren jedoch auch noch andere Verfahren : Die Blasen haben einen Inhalt, der zwischen100 500 1 schwankt, und werden durch direkte Feuerung geheizt Hat man z. B. eine etwas grössereEinrichtung, so beschickt man den Kessel und den Vorwärmer, jeden mit 300 1 Wein; von derübergehenden Flüssigkeit werden die ersten 120 1 aufgefangen und bilden den ersten Lutter (preniierbrouillis). Dann lässt man das in der Blase zurückgebliebene Phlegma ab und lässt den im Vor-wärmer befindlichen Wein in den Kessel laufen. Den Vorwärmer selbst beschickt man mit frischemWein. Das Ergebniss der zweiten vorzunehmenden Destillation bildet den zweiten Lutter mit etwaö0°/a Alkohol (deuxieme brpuillis oderKau de vie"). Eine neue, unter gleichen Verhältnissen vor-

') Die Trauben werden stets süss gepresst und der Most bei ziemlich hoher Temperaturder Gährnng überlassen, um allen Zucker zu vergähren. Der Wein kann schon nach wenigen Wochenabgebraunt werden; besser aber ist es, ihn einige Zeit zu lagern und erst nach erfolgtem Abziehenabzubrennen.

*) Der Verband selbstständiger öffentlicher Chemiker Deutschlands hat im Verein mit Vertreternder Kognak-Industrie (Zeitschr. f. offen«. Chem. 1901,7,393) folgende Begriffserklärung gegeben:Kognakist ein mit Hülfe von Weindestillat hergestellter Trinkbranntwein". Diese Begriffserklärung lässt dieDeutung zu, dass das Weindestillat die Nebensache, die weitere Behandlung des Destillates aber dieHauptsache sei; sie ist desshalb nicht glücklich gewählt und zu verwerfen.

") Vergl. E. Seil, Arbeiten a. d. Kaiserl. Gesundheitsamte 1890, 6, 335.

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