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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Branntweine und Liköre.

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Bang und Ruffin empfehlen zur Reinigung des Rohspiritus gereinigten Petroleum-äther; schüttelt man verdünnten 50°/ 0 -igen Spiritus mit diesem, so soll er nur Fuselölund Aldehyd, nicht aber Aethylalkohol aufnehmen.

c) Einen grösseren Eingang scheint das Entfuselungsverfahren von J. Traubegefunden zu haben. Es beruht auf dem Umstände, dass beim Vermischen auch vonreinem Spiritus mit den wässerigen Lösungen gewisser Salze, wie von Pottasche,Ammoniumsulfat, Natriumphosphat etc. unter Anwendung bestimmter Koncentrationenund Temperaturen eine Theilung der Flüssigkeiten in zwei Schichten eintritt, welchebeide Alkohol, Wasser und Salz in verschiedenen Verhältnissen enthalten und derenrelative Grösse eine beliebige sein kann 1 ).

Da ein hochproeentiger, nur geringe Mengen Salz enthaltender Weingeist aufdie hier in Frage kommenden Unreinheiten des Nach- wie Vorlaufs weit lösenderwirkt, als eine hochprocentige Salzlösung mit weniger Sprit, so wird nach dem Ver-fahren in der Weise gearbeitet, dass 1 cm der unteren Schicht etwa 50°/ 0 Sprit undmehr als 30% Salz, die obere Schicht aber in 1 cm mehr als 50% Sprit und nuretwa 5% Salz enthält. Die Verunreinigungen gehen alsdann vorwiegend in die obereSchicht, „Fuselschicht" über, und können mit dieser abgezogen werden. Je nachdem Grade der Verunreinigung des Bxmspiritus wird die abgezogene Schicht durcheine neue fuselfreie Schicht von richtigem Mischungsverhältniss ein oder mehrereMale erneuert und so zuletzt ein reiner, fuselfreier Spiritus erhalten.

In der That hat sich der nach diesem Verfahren gereinigte Spiritus nachmehreren Untersuchungen als „fuselfrei" erwiesen.

Wenngleich nach den Versuchen von Zuntz und Strassmann (S. 345) an-zunehmen ist, dass das Fuselöl nicht der einzige schädliche Bestandtheil und auchnicht so schädlich für die Gesundheit ist, als früher angenommen wurde, so ist dochfür die Trinkbranntweine ein von allen Verunreinigungen thunlichst freier Spirituszu wünschen.

A. Die gewöhnlichen Trinkbranntweine.

Die gewöhnlichen Trinkbranntweine enthalten zwischen 25—45 VoL-% Alkohol unddurchweg nur einen sehr geringen Abdampflückstand. Man pflegt dieselben durchVerdünnen der Spiritussorten mit Wasser herzustellen.

Das Wasser muss für diesen Zweck recht rein und weich sein; am liebstenverwendet man durch Stehenlassen oder durch Filtration gereinigtes Regenwasser(in Frankreich „petites-eaux" gen.). Zur richtigen Verdünnung des Spiritus hat manbesondere Hülfstabellen; man kann sie auch leicht berechnen.

Angenommen 684 1 Spiritus von 86°/,, sollen auf 50°i„ verdünnt werden, so mussman sie nach der Gleichung:

SC

684 X

50

1176,48 auf 117G,5 1 verdünnen.

Für die verschiedenen industriellen Alkohole (Sprits) geben Girard undCuniasse (Bd. I, S. 1511) nach 21 Proben folgende Zusammensetzung:

mg in 100 cem Sprit

Spec Alkohol Extratt gäuren Aldeh de Furfuro i Ester Hfhero'

Gewicht Vol.-% Alkohole

0,7953 — 0,8539 83,6 — 99,8

Extrakt . Säuren Aldehyde Furfuroi Ester

0—16,0 2,4—9,6 0 — 13,1 0—Spur 1,6—21,1 0—8,0

') Vergl. J. Trauhe und O. Neuberg: Zeitschr. f. physik. Chem. 1, 506.