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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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1330

Alkoholische Getränke.

Der Kirschwein dient vorwiegend zur Gewinnung des Kirschbranntweines (vergl.S. 1342), mag hier aber wegen der Aehulichkeit mit deu Beerenweinen urauf-geführt werden.

Die Zusammensetzung der Beerenweine ist für 100 ccra in g folgende:

Bezeiel

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3

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jagioMPh

03

H

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«4-t03

0302

Kirschwein 1 )

16

1,0157

5,71 6,60

0,55

0,121

—

0,37

0,26

0,66

—

0,044

--

Stachelbeer-

( herb .

1 ,^ÜSS .

2

0,9932

8,06 1,97

0,81

0,059

0,033

0,08

0,47

0,23

—

0,014

0,048

wein

3

1,0235

10,74 12,78

0.77

0,089

0,031

9,79

0,78

0,22

0,098

0,015

0,007

Johannisbeer-

J herb .

6

0,9926

10,09

2,25 0,98

0,140

0,032

0,09

0,51

0,21

—

0,012

0,034

wein

1 süss .

25

1,0115

11,15

9,51 0,91

0,111

0,028

7,39

0,680,24

0,101

0,016

0,023

Heidelbeer-

( herb .

2

0,9960

7,56

2,28 0,68

0,146

—

0.11

0,42 0,20

0,088

0,010

0,033

wein

1 süss .

6

1,0116

7,86

9,21

0,71

0,047

0,056

7,96

0,47 0,17

—

0,007;

Erdbeerwein

4

1,0477

9,59

16,34

0,81

0,023

—

14,11

0,6610,24 0,134 0,013 0,023

Himbeerwein

. . .

4

1,0403

9,91

15,43

0,71

0,139

0,033

12,44

0,84)0,25

—

0,017

—

Ueber einige weiteren Beerenweine vergl. Bd. I, S. 1402.

In einigen Beerenweinen sind neben der Aepfelsäure auch Citronen- und Wein-säure mit folgendem Ergebniss für 100 ccm bestimmt:

St

iclielbeerwein

Job

annisbeerweiu

Erdbi ei wein

Himbferwein

Weinsäure

0,213 g

0.165 g

0,123 g

vorhanden

Citronensäure

0,025 „

0.100 „

0,110,,

0,044 g

Aepfelsäure .

0,415 „

0,659 „

0,465 „

0,636 ,,

Von den Beerenweinen eignen sich nach P. Kulisch der Johannisbeer-, Stachel-beer- und Heidelbeerwein am besten, Erdbeer- und Himbeerwein dagegen wenigergut zur Schaumweinbereitung. Man pflegt solche, meistens für den eigenen Ge-brauch, durch genügenden Zuckerzusatz von vornherein und Ausgährenlassen in ver-schlossenen Flaschen herzustellen. Man stellt aber auch hier nach P. Kulisch fürdie für den Handel bestimmten Schaumweine am besten wie bei Obstschaumweinzunächst nicht süsse, durch Zuckerzusatz genügend alkoholhaltige Weine her undvorsüsst diese später mit Likör und presst Kohlensäure ein.

Eine „Heidelbeerfrada" (vergl. S. 1329) ergab in 100 ccm:

Alkohol Extrakt Säure Invertzucker Saccharose Mineralstoffe0,50 g 12,28 g 1,13 g 9,17 g 1,98 g 0,41 g

Die Asche der Obst- und Beerenweine ist verhältnissmässig reich an Kali;nach G. Lechartier 8 ) macht dasselbe 51— 60% der Asche aus und sind 80 bis92 % der Asche in Wasser löslich. Kalk, Magnesia und Phosphorsäure dagegentreten in der Asche der Obst- und Beerenweine gegenüber den Traubenweinen zurück.Jedoch Jässt sich auf dieses Verhältniss keine sichere Unterscheidung zwischen Obst-und Ttaubenwein gründen.

') Mit 0,86 mg Blausäure in 100 ccra Wein.s ) Coinpt. rendus 1887, 104, 336.