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Die pflanzlichen Nahrungs- und Genussiinittel.
a) Ein hoher G ehalt au Chlor nnd an Mineralsäuren (Phosphorsäure,Schwefelsäure, Kieselsäure) überhaupt, desgleichen ein hoher Gehalt an Magnesia,sowie an Kalk bei gleichzeitig niedrigem Gehalt an Kali.
Die nachtheilige Wirkung dieser Mineralstoffe kann durch eine grössere MengeSalpetersäure gemildert werden.
Aus dem Grunde verdient der Vorschlag Nessler's, derariig beschaffeneTabake durch 24-stündjges Auslaugen und Durchtränken mit '/g-procentigen Lösungenvon essigsaurem und sa^petersaurem Kalium besser glimmend zu machen, ernsteBeachtung.
b) Eine grobe Blatt-Struktur.
c) Ein Verhältnisseässig hoher Gehalt an Proteinstoffen, unzer-setzter Stärke, Harz und an Ammoniaksalzen gegenüber Amiden.
9. Physiologische Wirkung und Bestandtheile des Tabakrauches.
Für die physiologische Wirkung des Tabake sind die im Tabakrauchauftretenden Erzeugnisse von grösster Bedeutung.
Zeise fand neben Nikotin ein eigentümliches breuzliches Oel, brenz-liches Harz. Ammoniak, etwas Essigsäure und viel Buttersäure, fernerverschiedene Koh 1 enwasserstoffe.
Vogel erhielt aus 18,8 g Oigarren 20 mg Berlinerblau und schliesst daraus,dass der Tabakrauch giftige Blausäure einschliesst. Bei der Verrauchung von100 g Tabak konnten Vogel und Reischauer : ) 0,03 g Schwefelwasserstoff und0,08 g Blausäure nachweisen.
Auch Q. L. Bon and v. Noel fanden Blausäure im Tabakrauch. Aus 100 gverschiedener Tabak-Sorten gewann Vogel ferner 0,066 —1.075 g Ammoniak; erglaubt aus seinen Versuchen schliessen zu dürfen, dass die Güte eines Tabaksum so geringer ist, je mehr Ammoniak er liefert, und die Menge des Ammoniakssoll um so grösser sein, je mehr Asche der Tabak enthält.
Diese Ergebnisse stehen mit denen Stark's im Widerspruch, der z. B, in demRauch von 100 g Havanna-Oigarren mit 20,56 % Asche 1,154 g Ammoniak und vonPfftlzer-Cigarren mit 24,49% Asche nur 0,575 % Ammoniak erhielt. Stark fandin 5 Sorten Oigarren zwischen 0,575—1,154% Ammoniak und 0,0564—0,0783%Schwefel als Schwefelwasserstoff im Tabakrauch. Auch soll im Tabakrauchstets mehr oder weniger Kohlenoxydgas auftreten. L. Bon 2 ) konnte hiervon je-doch, nur eine sehr geringe Menge nachweisen.
Vohl führt unter den Rauchbestandtheilen des Tabaks auch Pikolinbasen auf.
E. Kissling 8 ) ist aber der Ansicht, dass weder diese, noch die BestandtheileBlausäure, Kohlenoxyd, Schwefelwasserstoff in solcher Menge im Tabakrauch vor-handen sind, dass sie für die physiologische Wirkung des Tabaks in Betrachtkommen.
Dagegen sind nach R. Kissling die im Tabakrauch auftretenden MengenNikotin nicht gering; er fand z. B. bei Verrauchung von:
', Dingler's Polytechn. Journal 148, 2S1.
= ) L. Bon: La fumSe du tsbak etc. "Paris 1881.
J > Dingler's Polytechn. Journal 244, G4 u. Cheiu.-Ztg. 1X84, 8, 191.