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Tabak.
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Ein an sich guter Tabak wird schlecht riechend, wenn er durch irgend eineUrsache (z. B, grosse Feuchtigkeit) schlecht brennend wird, wenn er verkohlt. Jebesser und vollkommener im Allgemeinen eine Cigarre verbrennt, desto besser derWohlgeruch.
Unter Brennen bezw. Verbrennlichkeit ist hier Verglimmen bezw. Ver-glimmbarkeit zu verstellen.
Die Begriffe „Brennbarkeit^ und „Verglimmbarkeit" decken sich nämlich nicht.Körper, die leicht mit Flamme brennen, glimmen nach dem Verlöschen der Flammeschwer fort, während umgekehrt Körper, die schwer brennen, länger fortglimmen.
Die Ursache dieser Erscheinung liegt nach M.Barth (1. c.) darin, dass dasGlimmen fester Körper eine höhere Entzündungs-Temperatur erfordert, als dasVerbrennen entzündlicher Dämpfe mit Flamme.
Beim Brennen mit Flamme wird der zur Verbrennung gelangende Theil einerorganischen Faser weniger durch Vermittelung eines glimmenden Nachbartheilchens,als durch den glühenden Kohlenstoff der Flamme auf die Entzündungs-Temperaturerhitzt. Dabei schreitet der Vorgang der trockenen Destillation unter Verlust vonWasser und Entstehung kohlereicher, schwerer entzündlicher Erzeugnisse der Flammeetwas voraus. Wenn die Flamme erlischt und damit die weissglühende Kohle der-selben verschwindet, so genügt die niedrige Entzündungs-Temperatur eines nur ausorganischen Stoffen bestehenden Körpers, z. B. von Papier, nicht für die Ver-brennung des kohlereicheren Randes, es findet kein Fortglimmen statt. Durch-tränkt man aber solche Fasern mit Salzen, so wird ein geringerer, schwer veibrenn-licher Rand gebildet, die Eutzündungs-Temperatur — ähnlich wie die Koch-Tempe-ratur des Wassers unter Zusatz von Salzen —- erhöht und damit die Fortpflanzungder Verbrennung durch die glimmenden Theilchen an die .veniger stark verkohltenNachbartheilchen erleichtert; das Papier glimmt fort.
J. Nessler sagt über das Verbrennen bezw. Verglimmen Folgendes:
„Betrachten wir eine brennende Cigarre, so können wir an dem brennenden Ende i Stellenunterscheiden. Am äussersten Ende ist die Asche, es sind die Theile, die unter den gegebenen Ver-hältnissen nicht mehr weiter verbrennen, dann kommt der eigentliche brennende Theil, hierauf folgtKohle und endlich kommt eine UebergangSStelle Ton Kohle zu Tabak, die Stelle, wo der Tabak ebenverkohlt. Diese 4 Stellen sind bei verschiedenen Tabaken sehr verschieden, sowohl in Beziehung aufihre Ausdehnung, als auf ihre sonstige Beschaffenheit, und möge schon hier etwas näher daraufeingegangen werden, nur um zu zeigen, wie die Art der Verbrennlichkeit und die Art der Verbren-nung selbst auf den Geruch und den tieschniaek einen Einfluss ausüben muss.
Der eigentliche Rauch und der durch diesen bedingte Geruch entsteht offenbar vorzugsweise ander Stelle, wo der Tabak verkohlt; au dieser Stelle verflüchtigen sieh zunächst die schon vorhandenenflüchtigen Stoffe: Nikotin, Nikotianin und ätherisches Oel, ausser diesen aber bilden sich hier allejene Stoffe, die uns als Erzeugnisse der trockenen Destillation von stickstoffhaltigen und von stick-stofffreien Körpern bekannt sind: Ammoniak, Cyau, Essigsäure und eine Reihe Körper, die wir unterdem Namen ,.Theer u zusammenfassen können. Bringen wir ein kleines Stück Tabak in ein an einemEnde zusammengeschmolzenes ßöhrchen und erhitzen es, bis der Tabak verkohlt ist, so erhalten wireinen sehr intensiven Geruch nach brennendem Tabak. Nehmen wir nach dem Erkalten die Kohleheraus, entzünden sie und lassen sie verglimmen, so erhalten wir nicht mehr jenen intensiven Tabak-gcruch, der zum Theil von Nikotianin und Nikotin, zum Theil von den Erzeugnissen der trockenenDestillation herrührt.
Diese verbrennende Kohle riecht immer sehr schwach, aber meist auch noch unangenehm.Sie hat einen Geruch, den wii an den kohlenden (igarren neben dem eigentlichen Tabakgeruchbemerken.