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Tabak,
1133
50 kg Gewicht — verpackt und als solche auf Schiffe verladen werden, so tritt inden Ballen eine abermalige Fermentation ein, in Folge deren die Extraktivstoffe zer-setzt und mit einem Theil des Nikotins verflüchtigt werden. Die aus diesem Tabakim Inland« hergestellten Cigarren heissen Havanna-Imitation; sie sind nicht s,>stark als die echt importirten Havanna-Cigarren.
Zu den Cigarretten wird meistens fein geschnittener i h isoher odi persischerTabak verwendet. Dambergis (Bd. I, S. 1045) fand für griechische, aus Nicotiana persica hergestellte Cigarretten (Toubekis) und J. J. Pontag 1 ) für russische, ausNicotiana tabacum, gelbem Tabak, hergestellte Cigarretten (Paj yros) folgenden Ge-halt in der Trockensubstanz:
Cigarretten
Gesammt-Stickstoff
Nikotin
Ammo-niak
Salpeter-säure
Asche
U u
■
Kalk
Orieehische.
4,00 7„
1,95%
0,12%
0,10%
19,85%
0 »8%
2,68%
iet>*»i Eitral 1
5,04 %
W*bc«. Extrakt
Russische 1. Sorte
2,53 ,
1,96 „
0,21 „
0,19 ,.
16 23
0,30 „
7,06 „
64,86 „
,, 2- .
2,81 ,
2,04 „
0,25 „
0,31 „
18,09 „
0,28 „
6,43 „
53,31 „
3- „
2,98 „
2,13 „
0,32 v
0,37 „
20,76 „
0,36 „
6,52 „
49,60 „
Der Wassergehalt in den Cigarretten schwankt von 3,50—11,80%.
c) Kautabak und Schnupftabak. Zu beiden Fabrikaten werden die fetten,übermässig schweren, wegen ihrer schlechten Brennbarkeit zur Verarbeitung aufB,aucbgut nicht geeigneten Tabake — zu den Schnupf) abaken auch noch sonstigeAbfälle — verwendet und diese auch im Allgemeinen nach denselben Verfahren be-handelt. Die Blätter werden entrippt und gesäuert (gebeizt.) d. h. in eine Flüssig-keit gelegt, welche zunächst viel Tabakauszug — aus obiger Behandlung der fetten,zu Rauchtabak bestimmten Blätter sowie aus Abfällen herrührend — enthält.Einige solcher Tabak-Extrakte ergaben
"Wasser
Organ,s< lieStoffe
Nikotin
Asolie
Rippen-ExtraktBlatter- „
22,10%15.50 „
Ukalität (Kohlen-saures Kalium)
7,73%
9,88 „
32,80 % 48,40 "/„ 1,«6 °J
36,20 „ 50,86 ., 8,10 „
Die Tabak-Extrakte werden häufig mit Melasse gefälscht. Neben Tabak-Extraktenthalten die Saucen:
Tamarindenauszug, Rosinenauszng, Zuekersyrup, .Salmiak, Kochsalz, etwas Kohlensaures Kalium,Kumarin, Vanillin und wohlriechende Ingredienzien, wie sie durch Destillation von Nelken, Rosenholz,Kardamomen etc. mit Wasserdämpfen gewonnen werden. Diese gesanceten Tabakblätter werden feuchtzusammengelegt und einer Art zweiten Gährung unterworfen; danach werden nie gepresst und zer-schnitten oder yermahlen. Bei Herstellung der Kautabakbeize benutzt man ausser den i bengenanntenRohstoffen auch noch Pflaumenauszug, Fenchel, Wacholder, Jtfuskatnu.-.. 1 - and ähnliche Ar. matisirungs-mittel. Jm Bedarfsfalle findet ein nochmaliges Durchfeuchten mit Beizflüssigkeit statt Der gebeiztefeuchte Kautabak wird entweder stark zu Tabletten gepresst oder gesponnen.
Verschiedene von L. Janke und R. Kissling untersuchte Sorten Schnupf-tabak ergaben folgenden Gehalt:
Im Wasser-Extrakt
Wasser
Wasser-Ertrakt
Am ho
Organische Stoffe Nikotin29,80—59,54% 22,58 — 44,35% (5,32—23,33% 0.38 — 1,13% 18,74—33,44%
Ir Salzsäureunlöatiofa
(Saud et! '
0,80 — 3,76%
') Zeitschr. f. Untersuchung d. Nahrungs- u. Genussmittel 1903, K, t'73.