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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Die pflanzlichen Nahrungs- und Genussmittel.

platicarpium, ebenfalls in Südwestaustralien weit verbreitet, haben tiaeli Th. Anderson undI. H. Maiden folgende Zusammensetzung:

Manna vor Wasser Zucker Gummi Stärke Inulin Cellulose etc. Asche

Eucalyptus . 15,00% 49,06% 5,77% 4,29% 13,80% 12,04%

Mannit

- - 1,10%

Mannit3,38 % 89,65 %

Myoporuin . 3,50

Der Zucker der letzteren Manna bestand aus 2,877 0 direkt reducirendem und 0,51% in-vertirbarem Zucker; ausserdem enthielt die Manna 2,37% durch Bleiessig fällbare Stoffe.

c) Milch des Kuhbaumes. Der Milchbaum (Galaetodendron utile Hb.), aus der

Familie der Urticaceen, an der nördlichen Cordillere von Südamerika vorkommend, liefert aus

Einschnitten in den Stamm wohlschmeckenden Milchsaft, der nach Heintz u. Bouseingault

folgende procentige Zusammensetzung hat:

_ T Case'in + Fett 4- Zucker + . ,

Wasser ,,, w i. ^ Asche

Albumin Wachs Gummi etc.

Nach Heintz .... 57,3% 0,4% 0,8% 4,7% 0,4%

Boussingault. . 58,0 1,7, 35,2 4,6 0,5,

Diese Zahlen weichen bezüglich des Fettgehaltes erheblich von einander ab; Heintzaber versteht darunter nur Fett, Boussingault Fett -f Wachs.

Künstliche Süssstoffe.

Ausser den wahren Kohlenhydraten (den Mono-, Di- und Trisacchariden, S. 125150)besitzen noch verschiedene andere organischen Stoffe einen süssen Geschmack z. B. das denKohlenhydraten nahestehende Glyeerin CH 2 (OH) CH (OH) CH, (OH), das GlykokollCH.,(NH,)-COOH (Amidoessigsäure), Orthoamidobenzoesäure C 6 H.,(NH.) C00H, Ortho-

NH

nitrobenzoesäure CH^NO^-COOH, der äthylirte Phenylharnstoff CO < -^ > £ ^ . C H-

Dimethylharnstoff c0 < jfH (OH )' Nitro 8'3' ru vinureid, Amido kampher a. a. Vondiesen süss schmeckenden organischen Stoffen haben bis jetzt folgende drei eine praktischeBedeutung erlangt, nämlich:

1. Saccharin (Fahlberg). Sykose, Sukramin und sonstige Bezeichnungen. DerNameSaccharin" wurde bereits früher einer chemischen Verbindung beigelegt, die durchKochen von Invertzucker mit Kalkmilch erhalten wird und die Zusammensetzung C 6 II,,, O sbesitzt.

Mit dem aus dem Invertzucker erhaltenen Körper, der nebenbei gesagt unangenehm bitterschmeckt, hat aber das hier zu erwähnende Saccharin nichts weiter gemein, als den Namen.Das Saccharin wurde im Jahre 1879 von C. Fahlberg und Ira Remsen in Balti-more zuerst dargestellt. Im Jahre 1884 wurde dann von Ad. List in Leipzig mit derHerstellung dieses Körpers im Grossen begonnen uud zwar nach folgendem Verfahren: AlsAusgangskörper dient das Toluol C 6 H B CH :] .

a) Durch Lösen desselben in rauchender Schwefelsäure entsteht daraus die Toluol -

('Hsulfosäure C 6 H 4 < oV) '-a \

b) durch Behandeln der letzteren mit Natriumkarbonat das toluolsulfosaure NatriumC 6 H 4 < s0s 3 Na ;

c) hieraus entsteht durch Behandeln mit Phosphortrichlorid und Chlor das Ortho-.

,CH,

Meta- und Paratoluolsulfochlorid C H 4

so.er

Von den drei Chloriden bleibt