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Die pflanzlichen Nabrungs- und Genussmittel.
werden von den Bienen unter vielen anderen Pflanzen nur spärlich besucht, so dassder giftige Stoff wirkungslos ist.
Rosen-Honig stellt man dar aus 975 g gereinigtem Honig und 25 g Rosen-Extrakt (Extr. ros. fluid.). Oder man übergiesst einen Thl. Rosenblätter mit 5 Thln.verdünnten) Weingeist, lässt 24.Stunden stehen, presst ab, erhitzt die abgepressteFlüssigkeit mit 9 Thln. gereinigtem Honig, 1 Thl. Q-lycerin im Dampfbade, filtrirtnach dem Erkalten und koncentrirt das Filtrat.
Der Borax-Honig besteht aus 90 Thln. Rosen-Honig und 10 Thln. Borax, derSalicyl-Honig aus 98 Thln. Rosenhonig und 2 Thln. Salicylsäure, der Tannin-Honig aus 95 Thln. Rosen-Honig und 5 Thln. Tannin.
Auch hat man vorgeschlagen, aus Honig Bier, Meth, darzustellen; zu demZweck sollen 12 kg Honig mit 60 1 Wasser gelöst, unter Zusatz von 20 g Thoneideund 300 g Hopfen gekocht, die Flüssigkeit durch ein weitmaschiges Tuch filtrirt,rasch abgekühlt, mit 1 1 obergähriger Bierhefe verrührt und in einem Fass, welchesganz damit angefüllt ist, der Gährung überlassen werden.
Auch die Darstellung von Honig-Wein ist vorgeschlagen worden, z. B. durchLösen von 15 kg Honig, 15 kg Zucker und 60 g Weinsäure in 60 1 Wasser, Ver-mischen mit 60 1 frischem Weinmost etc. Dzierdzon 1 ) löst I2V2 kg Honig in55 1 Wasser, kocht und entsäuert durch Caleiumkarbonat, versetzt mit 3 kg Holz-kohle, um den Wachsgeschmack zu entfernen, kocht wiederum, klärt mit Hühner-eiweisa und überlässt schliesslich in einem nicht ganz damit gefüllten Fass derSelbstgährung.
Verfälschungen des Honigs.
Der Bienenhonig ist vielfachen Verfälschungen ausgesetzt.
Die nächstliegende Verfälschung besteht darin, dass man dem Honig beim Auslassen aus denWaben 'Wasser zusetzt.
Sehr häufig ist der Zusatz von Kunsthonig (Zuckerhonig), Invertzucker, Glukose-zucker, Stärkezucker bezw. -syrup, Bohrzucker, Melasse etc. Unter diesen Misch-Präpa-raten spielt besonders der sog. Tafel-Honig eine Bolle. Derselbe wird durch Vermischen vonbis zu 70% Stärkesyrup mit 30 a / 0 Bienenhonig oder durch Vermischen von Honig mit Invertzuckerhergestellt und vom kaufenden Publikum, besonders von Gastwirthen, nicht nur wegen des niedrigenPreises, sondern auch deshalb dem reinen Honig vorgezogen, weil er stets klar und flüssig bleibt,während der echte Bienen-Honig bald dick und körnig wird.
Meuerdings wird sogar ein Kunst- oder Zucker-Honig hergestellt, welcher nach dem Keichs-patent 57368 von Wohl & Kollrepp durch Invertiren von Bohrzucker mittels verdünnterSäuren, sowie anscheinend durch Vermischen mit Stoffen, die den Bienenhonig-Geruch und -Geschmackbesitzen, gewonnen wird; die Zusammensetzung desselben ist folgende:
Drehung in.12-proe. Lösungim 200-mm-Eohr19,21% 89,78% 39,347, 1,60% Spur 0,12% — 1°23'
In andeien Sorten Kunsthonig wurden noch 3,90—7,80 % (Mittel 4,21 %) Saccharose und 1,20bis 12,95% (Mittel 6,28%) durch AlkohoJ fällbare Stoffe gefunden; zwei andere Proben enthielten0,071 bezw. 0,074% Ameisensäure.
Der Kunsthonig unterscheidet sich in seinem chemischen und optischen Verhalten bei den jetzigenTTntersnchungsverfahren durch nichts vom Bienenhonig.
Wasser
Glukose
Fruktose
Dextrin etc.
Stickstoff-Substanz
Asche
') lndustrie-Bl. 22, 262: Chem. Central.-Bl. 1885, 813.