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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Die pflanzlichen Nahrungs- und öenusamittel.

-4-82°. Durch Aethylalkohol nach dem Verfahren von König uudKarsch 1 ) (20 gHonig mit "Wasser bis zu 40 com gelöst und in einem 250 ccm-Kolben allmählichunter stetigem ätarkem Schütteln mit absol. Alkohol versetzt) wird auch das Honig-Dextrin gefällt.

/) Honigthau-Honig. Auch die aus Honigthau gesammelten Honige zeigenregelmässig Rechtsdrehung: R. Hefeimann (Bd. I, 8. 934) beobachtete füreinen solchen Honig in einer Lösung 1:2 und im 200 mm-Rohr bis-)- 13,4°(Wild); ob hier dieselben Dextrine wie beim Tannen-Honig vorliegen, oder die Rechts-drehung vorwiegend bezw. gleichzeitig durch den höheren Gehalt an Saccharosebedingt ist, muss noch festgestellt werden.

"Während die Rechtsdrehung, die durch Saccharose verursacht wird, nach derluversion verschwindet und in Linksdrehung übergeht, bleibt die durch Dextrineverursachte Rechtsdrehung nach der Inversion bestehen.

Die Vereinbarungen für das deutsche Reich (Heft II, S. 121) setzen fest, dassein Honig, dessen 10%-ige vergohrene Lösung im 200 mm-Rohr mehr wie -4- 3 Kreis-grade Rechtsdrehung zeigt und ausserdem die Dextrin-Reaktionen giebt, als mitStärkezucker bezw. -syrup versetzt anzusehen ist, wie ebenso, wenn nach dem Ver-gähren (mit rein gezüchteter Weinhefe) die Dextrinmenge mehr als 10°/,, beträgt.

Diese Vereinbarungen sind jedenfalls nach dem Verhalten des Tannenhonig-Dextrins gegenüber den Stärkezucker-Dextrinen gerechtfertigt.

c) Gehalt an Nichtzuckerstoffen. Nach denselben Vereinbarungen istbei einem Honig, der weniger als 1,5% Nichtzucker (berechnet aus dem Unter-schiede von Gesammtzucker und Trockensubstanz) enthält, auf einen Zusatz vonkünstlichem Invertzucker, Rohrzucker oder Glukose zu schliessen.

Dieser Forderung kann, wie wir aus obigen Mittelzahlen sehen, unter Umständenein Honig, der von Bienen vorwiegend in der Nähe von Rohrzucker-Fabriken bezw.-Lagern gesammelt ist, nicht entsprechen. Man wird daher im Falle einer Ab-weichung von der Grenzzahl 1,5% dem Ursprünge des Honigs nachgehen müssen.

d) Die Pollenkörner. Kennzeichnend für die Herkunft eines Honigs sindunter Umständen die Pollenkörner. R. Pfister 2 ) hat die Form der in vielenHonigen vorkommenden Pollenkörner festgestellt und gefunden, dass dieselben rechtgute Unterscheidungsmerkmale aufweisen, dass die Honige meistens, wie nicht anderserwartet werden k<*nn, Pollen von mehreren Pflanzen enthalten. Indess darf man,wenn der Honig nur eine Pollenart enthält, nicht schliessen, dass die Bienen nurdiese Pflanze besucht haben. Denn es giebt Pflanzen, die viel Nektar, aber wenigoder gar keine Pollen an die Bienen abgeben, während andererseits in den HonigPollen von solchen Blüthen gelangen, die keinen Nektar liefern. Auch ist die Zeitdes Sammeins von Einfluss auf den Pollengehalt; am Morgen sammeln die Bienenvorwiegend Pollen, in den Nachmittagsstunden vorwiegend Nektar.

Enthält ein Honig jedoch unterschiedlich Pollenkörner von ganz besonderenPflanzen, die nur in bestimmten Gegenden oder Ländern vorkommen, so kann manauf soins Herkunft aus diesen Gegenden oder Ländern schliessen.

Umgekehrt beweist das Vorkommen von Pollenkörnern in einem Honig noch nichtseine Echtheit als Bienenerzeugniss; denn die Pollen können auch künstlich zugesetzt

') Zeitschr. f. anal. Chemie 1895, 34, 1.2 ) Forschungsberichte über Lebensmittel etc.

35, 3, 1 u. 29.