Grösse der Ausnutzung der Nahrungsmittel.
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thätigkeit der Verdauungsorgane werden durch den übergrossen Reiz nach und nach•abgestumpft und geschwächt. Dieses gilt besonders für einen sehr starken Genuas■alkoholischer Getränke und des Kochsalzes. Auch der Tabak scheint bei seinergünstigen Wirkung auf das Central-Nervensystem einen hemmenden Einfluss auf dieVerdauung auszuüben, da eine Pfeife Tabak oder eine Cigarre vor Tisch gerauchtden Appetit abschwächt.
Als besonders verdauunghemmend müssen die Gerbsäure-haltigen Nahrungs-und Genussmittel genannt werden. Die Gerbsäure nämlich fällt aus den Verdauungs-säften einerseits diejenigen Stoffe aus, welche wie z. B. das Pepsin die Lösung der Nähr-stoffe in der Nahrung bewirken, andererseits geht sie mit bereits gelösten Nährstoffen wieden Albumosen und Peptonen unlösliche Verbindungen ein. Hierauf ist die Wirkungdes stark gerbsäurehaltigen Rothweines zurückzuführen, welchen wir mit Vorliebe zutrinken pflegen, wenn durch eine zu starke Absonderung der Verdauungssäfte dieVerdauung gestört ist und unregelmässig verläuft. Bei stetigem Genuss dieserMittel hört die besagte Wirkung allmählich auf.
Von ungünstigem Einfluss auf die Verdauung sind auch die Rohfaser-(Gellu-lose-) reichen Nahrungsmittel wie kieiehaltiges Schwarzbrot. So beobachteteEr. Hoffmann eiue stärkere Koth-Entleerung, wenn er einer Fleischkost Cellulosebeimengte. Nach G. Meyer, M. Ruhner und Anderen wird bei Genuss von kleie-haltigem Brot eine grössere Menge Koth als unverdauter Theil der Nahrungentleert, als bei Genuss vor; feinerem, nur wenig Cellulose enthaltendem Weissbrot.Hier bewirkt die Rohfaser oder Cellulose durch die stärkere Reibung der Darm-Wandungen eine schnellere Entleerung de; Darm-Iiihaltes.
Auch eine übergrosse Gabe von Stärkemebl-haltigen Nahrungsmittelnkann die Verdauung stören und herabsetzen. Die Stärke nämlich muss, um ins Blutübergehen zu können, durch die Verdauungssäfte erst in Zucker übergeführt werden.Ist aber die Menge der zu verarbeitenden und umzuwandelnden Stärke im Verhältaissz ur Menge der Verdauungssäfte zu gross, so erleidet sie eiue anderweitige Zersetzung,t>ei welcher sich organische Säuren, vor allem Buttersäure bilden. Diese Säurenbewirken alsdann ähnlich wie die Rohfaser-reichen Nahrungsmittel durch Erregung°-er peristaltischen Bewegung des Darmes eine rasche Entleerung des Stärkechymus.Ghne Zweifel rühren die schwer stillbaren Durchfälle kleiner Kinder von dieser Um-setzung der Stärke im Darme her.
In Folge dieser Säure-(Buttersäure-) Bildung treten die Darm-Gase (Kohlen-saure, Wasserstoff und Methan) auf, deren Menge bei Pflanzenfressern am stärkstenz i sein pflegt.
Grösse der Ausnutzung der Nahrungsmittel,
lieber die Grösse der Ausnutzung der Nahrungs- und Genussmittel liegen°is jetzt nur spärliche Untersuchungen vor. Auch wird sich dieselbe für dieEinzelnen Nahrungsmittel wohl nie zu einem sicheren Ausdruck bringen lassen; denn5516 schwankt sehr nach der Eigenart, dein Alter, Geschlecht und der Berufsart.•Dann aber ist es nur mit einigen wenigen Nahrungsmitteln möglich, den Menschen"Vollständig auf mehrere Tage allein zu ernähren. Wir sind gewohnt, eine gemischteKost zu uns in nehmen: ein einseitiges Nahrungsmittel auf mehrere Tage zu nehmen,Widersteht sehr leicht, ir Folge dessen die Ausnutzungsrähigksit vermindert werden
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