Der unverdaute Theil der Nahrung
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zwar dem Indol und Skatol so innig an, dass man diese früher als die den Koth-geruch bedingenden Stoffe ansah, indess sind diese, rein dargestellt, geruchlos.
Die Reaktion des Kothes ist sehr wechselnd: in Folge der Milchsäuregährung*st sie nach reichlich genossenen Kohlenhydraten bald sauer (wie beim Säugling),bald in Folge Ammoniakbildung im unteren Darm neutral bis alkalisch, wie durch-weg beim erwachsenen Menschen.
Der Koth enthält in der Regel auch eine Reihe von Spaltpilzen.
Escherich suchte aus dem Darminhalt von Säuglingen, B, Bienstock 1 ) ausdem von Erwachsenen durch Reinkulturen die einzelnen Spaltpilzarten festzustellen.
Fig. 9.
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'• Bacterium eoli commune. — 2. Bacterium lactis aerogenes. — 3. und 4. Die beiden grossen
■"U'iistock'schen Bacillen mit theilweiser endogener Sporenbildung. — 5. (a — g) Die verschiedenen
Entwickelungsstadien des Bacillus der Prote'fnfäulniss (nach Landois).
Von diesen Spaltpilzen sind das schlanke Bacterium coli commune (Nr. 1) wieBacterium lactis aerogenes Nr. 2 (Milchsäuregährungspilz) kennzeichnend für den•Koth der Säuglinge.
Die anderen Formen gehören dem Kothe der Erwachsenen an. Die 2 grossenBacillenarten Fig. 9 Nr. 3 und 4- gleichen dem Bacillus subtilie und unterscheidenß ich nur durch die Form ihrer Reinkultur, durch die Art und Weise ihrer Sporen-oildung wie durch den Maugel an Eigenbewegung von demselben. Der Spaltpilz Nr. 4ist der speeifische Spaltpilz der Proteinzersetzung, welcher unter Kothgeruch die*äuliu8serzeugnisse der Protein Stoffe liefert; er fehlt im Kothe von Säuglingen;Kasein und Kalialbuminat vermag er nicht zu zersetzen. Nr. 5 a—g stellt die Ent-wickelungsreihe dieser Spaltpilze dar; die Stadien c und g fehlen jedoch in demKoth und finden sich nur in künstlichen Züchtungen.
W. Sucksdorff 2 ) bestimmte die Anzahl der im Koth unter regelrechten unda °geändorten Verhältnissen vorkommenden Spaltpilze und fand dieselben, wie nichtanders zu erwarten ist, ausserordentlich verschieden, dieselbe betrug bei gewöhn-lichem Essen und Trinken für 1 mg Koth zwischen 25000-2 304347 (Mittel 381000)Kolonien; Weisswein und Kaffee bis zu 1 1 für den Tag hatten keinen Einfluss auf" e n Gehalt, dagegen bewirkte 1 1 Rothwein eine bedeutende Abnahme, nämlichv °n obiger Zahl auf 7813—64000 (Mittel .35906) Kolonien für 1 mg Koth, ebenso0,2— \fi g Chinin für den Tag; durch Sterilisiren der Speisen und Getränke sankdie Anzahl der Spaltpilzkolonien auf 53—15000 (Mittel 10395) in 1 mg Koth.
H. Hammerl 3 ) fand, dass die Anzahl der Bakterien im menschlichen Koth bei ver-
L ) Zeitschr. f. klin. Mediein, 8, 1.*) Archiv f. Hygiene 188(1. 4. 355.8 J Zeitschr. f. Biologie 1897, 35, 355.Snuntlichen Untersuchungen über diese Krage.
Daselbst Findet sieh auch eine üebersicht über die