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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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l>ie Verdauung:

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gras- oder blaugrün. Das spec. Gewicht der Galle schwankt beim Menschen zwischenl|0l1,04, und dementsprechend der Gehalt an festen Stoffen zwischen 2,017,0 0 / 0 .Die Lebergalle ist ärmer an festen Stoffen als die Blasengalle; für erstere fandHammarsten im Mittel von 3 Proben, für letztere Frerichs und v. Gorup-ßesanez im Mittel von 4 Proben folgende procentige Zusammensetzung:

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1. Lebergalle . .

97,14

0,49

1,22

0,24

0,98

0,11

0,12

0,04

0,05

0,73

0,03

2. Biasengallo. .

86,00

2,40

8,36

0,21

2,25

0,78

Die Menschengalle ist durchweg (214-mal) reicher an Glykochol- als an Tauro-cholsäure.

Die Menge der Gallenabsonderung anlangend, so hat Ranke beim Menscheneine solche von 14 g für 1 kg Körpergewicht und 24 Stunden, Pfaff und Balcheine solche von 514950 ccni in 24 Stunden beobachtet. Jedoch lassen sich auchhier wie bei anderen Verdauungssäften die Mengen nicht genau feststellen. BeimHungern nimmt die Absonderung naturgemäss ab, nach Nahrungsaufnahme steigt siewieder an. Viel Protein in der Nahrung, besonders Fleischnahrung, befördert dieAbsonderung, während Kohlenhydrate sie herabsetzen; über die Wirkung des Fettesist man noch nicht einig; nach einigen Angaben wirkt es vermindernd, nach anderenAngaben als sog. Cholagogum fördernd auf die Gallenabsonderung.

Die Rolle der Galle bei der Magenverdauung ist unzweifelhaft einesehr wichtige, wenngleich die Wirkung derselben im Einzelnen noch nicht ganz auf-geklärt ist. Es wird angenommeu, dass die im Chymus gelösten Protei'nstoffeu nd Leim durch die Gallensäuren gefällt werden, um später durch die Einwirkungdes Sekrets der Bauchspeicheldrüsen wieder in Lösung zu gehen. Die sauere Reaktiondes Chymus geht mehr und mehr iu eine neutrale bis alkalische über.

Die Peptonisirung, d. h. die Wirkung des Pepsins, wird durch die Galle von1% aufwärts vermindert und bei 20% fast ganz aufgehoben (Chittenden undCammins); die Glykocholsäure als solche soll die Thätigkeit des Pepsins nicht be-einträchtigen, während nach Maly und Emich schon 0,2 °/ 0 und nach Chittendenu »d Cammins 0,5% Taurocholsäure hinreichen, um die Wirkung des Pepsins auf-zuheben.

Auf die stickstofffreien Extraktstoffe (Stärke, Gummi, Dextrin etc.) übtirische Galle verschiedener Thiere eine mehr oder minder schwache diastatischeWirkung aus (Nasse, v. Wittich); 0,2 °/ 0 Taurocholsäure und 0,51,0 % Glykochol-säure als solche dagegen hemmen oder verhindern die diastatische Wirkung der Galle(Maly, Emich, Chittenden und Cammins). Es scheint somit, dass der hemmende^'öfluss dieser Säuren bezw. deren Natriumverbindungen durch andere in der GalleDatürlich vorkommende Stoffe theilweise aufgehoben wird.

Von grösster Bedeutung ist die Galle für die Verdauung des Fettes. Dennbe i Ausschluss dsr Galle vom Darmkanal ist ebenso wie bei Ikterischen die Fett-

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