Die Verdamm.!.'
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Wasser
Feste Stoffeim G anzen
»Stilleim u.Epithel
Lösliche organ.
Stoffe {früheres
Ftyalin)
0,20%
Rhodankalium
0,07 %
Salze
0,19%
99,85% 0,65% 0,19%
Für 100 Thle. Asche fand Fr. Hammerbacher:Kali Natron Kalk Magnesia Schwefelsaure Phosphorsäure Chlor
45,72% 9,5(1% 5,01% 0,16% 8,38% 13,95% 18,35%
Ausser den beiden Enzymen Ptyalin und Gluka.se sind an Stickstoffverbindungenauch Eiweiss und Mucin nachgewiesen; auch sollen Harnstoff und Ammoniak (vonletzterem nach Heyward 0,004 — 0,01%) regelmässige Bestandteile des Speichelssein. Ferner ist darin vereinzelt salpetrige Säure nachgewiesen.
Das regelmässig vorkommende B-hodaukali um lässt sich durch Zusatz einesTropfens Eisenchlorid an der violettrothen Färbung erkennen.
Der wichtigste Bestaudtheil des Speichels ist das Enzym Ptyalin, oder dieSpeicheldiastase. Es findet sich stets im Speichel des Menschen; bei \eugeborenensoll es nach Zweifel nur in der Parotis-Drüse, nich* aber in der Submaxillarisdrüse— erst 2 Monate nach der Geburt — vorkommen. Auch in dem Speichel ausgeprägterFleischfresser fehlt das Ptyalin.
Das Ptyalin ist bis jetzt noch nicht im reinen Zustande gewonnen worden.Annähernd rein erhält man es dadurch, dass man es durch Tricalciumphosphatmechanisch niederreisst, den Niederschlag mit Wasser auswäscht, d. h. das Ptyalinm Wasser löst und die Lösung durch Alkohol fällt.
Die Wirkung des Ptyalins ist ähnlich der der Diastase (vergl. S. 51), aberwie diese auch nicht völlig aufgeklärt. Während man früher annahm, dass die durchPtyalin gebildete Zuckerart d-Glukose (Dextrose oder Traubenzucker) sei, wiesenMusculus und von Mehring, ferner Brown und Heron nach, dass der ge-bildete Zucker vorwiegend aus Maltose besteht. E. Külz und J. Vogel *) liefertendaim den Beweis, dass bei der Hydrolyse der Stärke und des Glykogens durchPtyalin ähnlich wie durch Diastase Isomaltose, Maltose und etwas d-Glukosegebildet werden. Die Bildung von d-Glukose beruht nach Höh mann 2 ) u. A. aufder Spaltung (Inversion) der Maltose durch die gleichzeitig, wenigstens zeitweise imSpeiche] vorhandene Glukase.
Der natürliche, alkalisch reagirende Speichel wirkt nicht so kräftig zuckerbildend,w ie neutralisirter Speichel; noch kräftiger wirkt derselbe bei äusserst schwach saurer■Reaktion; ein grösserer Säuregehalt, ebenso wie ein grösserer Alkaligehalt, heben aberdie zuckerbildende Wirkung desselben auf; die verzögernde oder hemmende Wirkungdes freien Alkalis kann abfv schon durch Kohlensäure aufgehoben werden, welche letztereauch in neutralen Lösungen fördernd wirkt. Quecksilberchlorid übt schon bei einem Ge-halt von 0,005 °/ 0 eine hemmende Wirkung aus; Magnesiumsulfat fördert in kleinenMengen (0,025 °/ 0 ), hemmt dagegen in grösseren Mengen (0,5 %) die Zuckerbildung.
I riter sonst günstigen Verhältnissen nimmt die Geschwindigkeit der Lösung"OZw. der zuckerbildenden Wirkung des Speichels, die nach Gaudeuz schonß ftch l l s Minute eintritt, einerseits mit der Enzymmenge, andererseits mit steigen-" e i' Temperatur bis etwas über -}-40° zu. Auch wirkt der Speichel auf die
') Zeitschr. f. Biologie 1895, [X. F.], 31, 10S.
') Berichte d. deutschen ehem. Gesellschaft 1894, 27, 3251.