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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Organische Säuren.

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Die inaktive (d- -f- 1-) Aepfelsäure erhält, man aus der inaktiven Trauben-säure, (d- -J- 1-) Weinsäure, durch Reduktion (siehe vorstehend) und diese lässt sichmit Hülfe der Cinchoninsalze in Rechts- und Linkswuinsäure spalten; ebenso kannman die Rechtsäpfelsäure aus Rechtsweinsäure mit Jodwasserstoff und aus Rechts-asparagin (8. 75) mit salpetriger Säure, die Linksäpfelsäure aus 1-Asparagin oder1-Asparaginsäure darstellen. Die beiden optisch - aktiven Aepfelsäuren lassen sichin Chlorbernsteinsauren mittelst Phosphorpentachlorid und durch Behandeln derletzteren mit feuchtem Silberoxyd in einander überführen.

12. Weinsäure C 4 H 6 0 (! = HOOC OH(OH) CH(OH) COOH (Dioxyäthylen-bernsteinsäure). Die Weinsäure hat zwei asymmetrische Kohlenstofl'atome, tritt da-her, weil mit denselben gleiche Atomgruppen in Bindung sind, in 4 Modifikationenauf nämlich als 1. Rechts-(d ) oder gewöhnliche Weinsäure, 2. als Links-(1-) Wein-säure, 3. als (d- -j- 1-) Weinsäure oder Traubensäure oder Para wein säure, spaltbar inRechts- und Linksweinsäure, 4. als optisch inaktive und nicht spaltbare Mesoweinsäureoder Antiweinsäure oder (i-) Weinsäure. Mau giebt diesen Weinsäuren folgendeStrukturformeln:

COOHHOCHHOCH HCOH

COOHHCOH

COOHHCOHHCOH

COOH

(d-) Rechteweins'aure

COOH COOH

2. (l-)Lüikswi'iusiiure -I. (i-)Mesoweinsäure

3. Traubeasäure = (d- ~f- 1-) Weinsäun .

Von diesen Weinsäuren kommen natürlich nur die Traubensäure und die Rechts-weinsäure oder gewöhnliche Weinsäure vor; die Links- und Mesoweinsäure werdenni >r auf künstliche Weise gewonnen.

a) Traubensäure oder (d--j-1-) Weinsäure C 4 H e 0 6 -\- H 2 0. Sie findet sichzuweilen neben der gewöhnlichen Rechtsweinsäure im Traubensaft und wird bei derDarstellung der letzteren gebildet, wenn Weinsteinlösungen über freiem Feuer besondersDe i Gegenwart von Thonerde eingedampft werden.

Sie entsteht ferner bei der Oxydation von Mannit, Dulcit und Schleimsäurewitteist Salpetersäure oder von Fumarsäure und Sorbinsäure mittelst Kalium-permanganat. Auch erhält man sie synthetisch aus isodibrombernsteinsaurem unddibrombernsteinsaurem Silber beim Kochen mit Wasser, neben Mesoweinsäure aus"lyoxal CHO OHO dureh Behandeln mit Blausäure und Salzsäure, und sonstwie.

Die Traubensäure krystallisirt in rhombischen Prismen, die in trockener Luftschon bei gewöhnlicher Temperatur verwittern; sie ist in Wasser schwerer löslicha 's die gewöhnliche Weinsäure. Ihre Salze, Racemate genannt, sind denen der Wein-säure sehr ähnlich, zeigen aber keine hemiedrischen Flächen. Sie ist optisch inaktiv;Um sie in ihre optisch aktiven Formen zu zerlegen, lässt man nach Pasteur'sVorgange in einer Traubenzuckerlösung Penicillium glaucum wachsen, wodurch die^echtsweinsäure zerstört wird, die Linksweinsäure übrig bleibt. Oder man verwendetzu * Trennung Lösungen von Salzen der Traubensäure; aus einer Lösung von trauben-saurem Cinchonin krystallisirt zuerst das linksweinsaure Cinchonin, aus der vonWaubensaurem Chinicin zuerst das rechtsweinsaure Chinicin aus.

Lässt man ferner eine Lösung von traubensaurem Natrium-Ammonium unterhalbT" 28° ferystallisiren, so scheiden sich grosse rhombische Krystalle mit rechts- und