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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Organische Säuren.

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Die normale Buttersäure ist, eine dicke, ranzig riechende Flüssigkeit, die. in der Kälte erstarrt"nd hei 163° siedet; spec. Gew. bei 20° = 0,9587. Sie ist in Wasser und Alkohol leicht lösliehund wird aus der wässerigen Lösung durch Salze ausgeschieden.

Das Calciumsalz 0a(C 4 H,Oj), -j"H a O i s t i n der Wärme schwerer in Wasser löslich als in

der Kalte.

Die Isobuttersäure kommt frei im Johannisbrot (Schoten von Ceratoniasiliqua), als Oktylester im Oel von Pastinaca sativa, als Aethylester im Krotonöl vor.

Sie ist der normalen Buttei'säure sehr ähnlich; Siedepunkt 155°, spec. Gew.bei 20° = 0,9490.

Dir Calciumsalz Ca (C 4 H, 0 2 ) -j- 5 H 2 0 ist im Gegensatz zu dem der letzteren in heissein Wasserlöslicher als in kaltem.

Hiervon sind 4 Isomere möglich:

3. CH.

Valeriansäure. C ä H l0 O ä .

1. CH 3 (CH,).-COOH

n-Valeriansäure, n -Propylessigsäure.

2. (CH,,) L ..CH.CH 2 -COOH

Isovaleriansäure, Jsopropylessigsäure, 3-Methyl

butansäure.

C 3 H,

*>CH COOH

Methyläthylessigsäure, 2 - Methylbutausäure.

4. (CH^,«C«COOH

Trimethylessigsäure, Pivalinsäure, Dimethyl-

propansäure.

Von diesen Valeriansäuren haben nur die Isovaleriansäure (2) und die Methyl-äthylessigsäure (3) für die Nahrungsmittelchemie eine Bedeutung, insofern als einGemisch derselben frei und in Form von Estern im Thier- und Pflanzenreich, besonders inder Baldrianwurzel (Valeriana officinalis) und Angelikawurzel (Angelica Archängelicn)vorkommt; aus letzteren kann das Säuregemisch durch Kochen mit Wasser oderSodalösung gewonnen werden. Ein ähnliches Gemenge erhält man durch Oxydationvon Gährungsamylalkohol mittelst Chromsäuregemisch. Die Methyläthylessigsäurehat ein asymmetrisches Kohlenstoffatom, ist daher, wie der entsprechende Amyl-

rixr -

alkohol (Methyläthylkarbinol pr, .pg>CH CH 2 OH), in zwei optisch aktiven und

einer optisch inaktiven Form denkbar. Auf synthetischem Wege ist die letztereForm dargestellt worden, die mittelst der Brucinsalze von denen das 1-Salzschwer löslich ist in die beiden optisch-aktiven Bestandtheile zerlegt werden kann.Das spec. Drehungsvermögen der Methyläthylessigsäuren [a(U)j beträgt + 17°85'.In Folge dessen ist das aus Baldrianwurzel etc. bezw. aus Gährungsamylalkoholgewonnene Säuregemisch von Isovaleriansäure und Methyläthyl essigsaure, welchesdie gewöhnliche officinelle Valeriansäure bildet, ebenfalls optisch aktiv.

5. Oxalsäure (Kleesäure, Aethandisäure), C 2 H 2 0 4 = HOOC COOH. Siefindet sich in vielen Pflanzen, besonders als Kaliumsalz in den Oxalis-, Rumex- undm Salsola-Arten, als Calciumsalz krystallinisch in vielen Pflanzenzellen z. B. im Rha-barber in solcher Menge, dass dasselbe beim Kauen ein Knirschen zwischen denZähnen verursacht.

Synthetisch wird sie gebildet:

a) durch rasches Erhitzen von ameisensaurem Natrium auf 440°:

HCOONa] _ ((.'00 Na ,HCOONaj """ (COONa ' 2

b) durch Ueberleiten von Kohlensäure über metallisches Natrium bei 350360°:

COONa

2 CO, + 2 Na =

(COONa