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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Kohlenhydrate.

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Di« d-Manuose oder Seminose von 13C° Schmelzpunkt wird nebend-Fruktose durch gemässigte Oxydation mit Platinmohr oder Salpetersäure ausgewöhnlichem d-Mannit gewonnen, ferner aus dem Schleim der Salepwurzelknollenoder aus der sog. Reservecellulose (Seminin) verschiedener Pflanzensamen, besondersder Steinnuss durch Hydrolyse beim Kochen mit verd. Schwefelsäure, weshalb sieauch Seminose genannt wird.

Im übrigen theilt sie die allgemeinen Eigenschaften der Hexosen S. 123 undS. 125.

2. Die Glukose ist der Aldehyd des Sorbits und besteht ebenfalls in den3 Formen als d-, 1- und (d-+-1-) Glukose. Piir die Nahrungsmittelchemie kommtnur die d-Glukose, früher auch Dextrose oder Traubenzucker genannt, inBetracht.

Sie kommt neben der d-Pruktose (der Lävulose oder dem Fruchtzucker) in vielensüssen Früchten (besonders den Weintrauben), im Honig und Harn (bei der Harn-ruhr, Diabetes mellitus), neben Stärke, Dextrinen und Rohrzucker in vielen lebendenPflanzentheilen (Blätter, Blüthen, Rinden, Wurzeln und Knollen) vor und entsteht durchhydrolytische Spaltung von Polysacchariden (wie Rohrzucker, Stärke, Cellulose) und vonGlukosiden; fabrikmässig wird sie aus Stärke durch Kochen mit verd. Schwefelsäure»ls sog, Stärkezucker gewonnen.

Ueber die Darstellung von Stärkezucker im grossen vergl. weiter unten diesenAbschnitt. Aus dem technisch gewonnenen Stärkezucker lässt sieb nach Soxhletdurch Umkrystallisiren aus Methylalkohol chemisch reiner Stärkezucker darstellen.

Auch gelingt die Reindarstellung desselben aus Rohrzucker in folgender Weise:

500600 cem Alkohol von 80% werden mit 3040 cem rauchender Salzsäure versetzt undl n die Mischung nach und nach fein gepulverter Rohrzucker eingetragen. Hört das Lösungsvermögen'n der Kälte nach erneutem Zusatz von Rohrzucker und wiederholtem Umsehütteln allmählich auf, oderbeginnt hereits die gebildete Glukose sich abzuscheiden, so giesst man die Flüssigkeit von etwa nochvorhandenem Rohrzucker ab, und üherlässt sie in einem geschlossenen Gefäss der Krystallisation. 'NachBeendigung derselben sammelt man die auskrystallisirte Glukose auf einem Filter, wäscht mit AlkoholWs zum Verschwinden der saueren Reaction aus, und trocknet die Krystalle an der Luft oder zwischen*ues8papier. Was sauere alkoholische FiUrat kann durch Hintragen neue) Mengen Rohrzucker aber-mals zur Darstellung reiner Glukose benutzt werden.

Die auf diese Weise erhaltene Glukose enthält Krystallwasser und besitzt dieFormel C 6 H 12 O c . H 2 0.

Fr. Soxhlet stellt chemisch reine d-Glukose aus Rohrzucker in folgenderWeise dar:

t kg Rohrzucker wird in 3 1 Alkohol (von 90%) und 120 cem konc. Salzsäure bei 45"* Stunden invertirt. Nach 10 Tagen bilden sich Krystalle von Glukose; jetzt wird eine Hauptmenge«uni Invertiren angesetzt und in die Lösung werden Krystalle hineingeworfen. Nach Stunden istalsdann über die Hälfte, nach 4 Tagen sämmtliche Glukose als feines Pulver ausgefallen. Dieses wird mit/o-igem und absolutem Alkohol gewaschen und aus reinstem Methylalkohol (von 0,810 spec. Gew.fiir schnelle Krystallisation und von 0,820 0,825 für langsame Krystallisation) bei 20° um-krystallisirt.

Reine d-Glukose kann man ferner aus erstarrtem Naturhonig erhalten, indem man letzteren"ittelst Pressen durch poröse Unterlagen von Syrup befreit und aus Alkohol umkrystallisirt.

Endlich liefert aus diabetischem Harn auskrystallisirter Zucker durch Umkrystallisiren reinelukose, jedoch läuft man leicht Gefahr, Verbindungen der d-Glukose mit ('hlornatrium oder auchMitose zu erhalten.