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Die ehemischen Verbindungen der Nahrnngs- und Genassmittel.
.Diu Eibose kann ausser durch Oxydation von Adonifc auch aus i-Arabinosedurch Oxydation derselben zu 1-Arabonsäure und durch Erhitzen der letztere» mitPyridin (Umlagerung in Bibonsäure) dargestellt werden.
Die Pentoseu unterscheiden sich dadurch von den Hexosen, dasssie mit Hefe nicht vergähren (vergl. oben) und beim Kochen mit Salz-oder Schwefelsäure nicht Lävulinsäure, sondern Furfurol liefern:
x;a • c • cho
C.H,„0 = C.Hj0 2 oder C t H 2 O.CHO oder Of | || +3H.0
X -CH • OH
Peutos* Furfurol —- Aldehyd der Brenzsouleimsäure.
Das Furfurol kann in kleinsten Mengen durch Xylidin und Anilin (essigsaures
Anilinö] auf Papier gegossen und getrocknet) an der Rothfärbung erkannt werden.
Das Furfurol bildet sowohl mit Phenylhydrazin als Phloroglucin Verbindungen
nach folgenden Gleichungen:
C 4 H 0-C'HO -f- NHj,«NB -C 6 H 5 = l^H^O • (HN-MH-CK, -\- H 2 0
Euro] Phenylhydrazin Furfurolphenylhydrazon.
= <\H 3 -< r 0 f | 1 * 0 » H »°)* -(- 2 11,0
5 H 4 O a
', \ OHFurfnrol Phloroglucin Furfurolphloroglucin.
Da die Verbindung sowohl mit Phenylhydrazin als auch mit Phloroglucinin Wasser und säurehaltigem Wasser fast, unlöslich ist und die Pentosen wie diePentosane etc. die obige Umsetzung erleiden, so giebt nach B. Tollens die Destillationder Nahrungs- und Futtermittel mit Salzsäure und die Fällung des Furfurols imDestillat mit Phenylhydrazin oder Phloroglucin — seit einiger Zeit wird nur dasletztere angewendet — ein einfaches Mittel ab, die Pentosanverbindungen bezw. dieFurfuro'ide (vergl. oben) quantitativ zu bestimmen (vergl. Bd. III).
Sonstige qualitative Reaktionen: 1. Mit einer gesättigten Lösung von Phloroglucinin starker Salzsäure geben pentosanhaltige Stoffe beim Erwärmen KirschrotbJärbung (hierauf beruhtder Nacliweis von Holzstoff in Papiej mittelst Phloroglucia-Salzsäure). 2. Mit salzsaurem Orcin(0,5 g Orein in 30 irre von 1,19 spec. Gew. und dazu 30 cem Wasser; geben dieselben
beim Kochen Blaufärbung.
B. Hexosen.
Die Hexosen komineu in grösserer Mannigfaltigkeit in der Natur vor, als diePentosen bezw. deren Anhydride: nicht nur die zugehörigen Alkohole finden sich
natürlich in mehreren Gliedern, sondernoder zu mehreren mit einander vereinigt.Abtheilungen ein:I.II.
in.
IV.
auch mehrere Hexosen als solche allein,Man theilt daher diese Gruppe in folgende
Monosaccharide oder Glukosen,Disaccharide oder Saccharosen,Trisaccharide oder Saceharotriosen,Polysaccharide und zwar
1. die Stärke und die ihr nahestehenden Polysaccharide,
2. das Inuiin und andere ähnliche Kohlenhydrate,
3. die Saccharo-Kollo'ide, Gummi und Pflanzenschleime,
4. Stoffe, welche den Glukosen nahe stehen, aber nicht die Konstitutionoder Eigenschaften derselben besitzen.