Kohlenhydrat
gehörige Aldopentose, in die inaktive Rio ose über, die sich umgekehrt wieder durch■Reduktionsmittel in Adonit verwandeln lässt.
Die Pentite, 1-Arabit und Xylit sind bis jetzt nur künstlich aus den zu-gehörigen Aldopentosen durch Reduktion dargestellt.
Der Adonit unterscheidet sich von den anderen Pentiten dadurch, dass er mitBenzaldebyd eine krystallinisehe Verbindung von Dibenzaladonit bildet:C t H 13 0 B + 2 C„ H s CHO = C c H 8 0., • (C„ TI 5 • CH) S •+ 2 H 3 0.
Zu den Aldopentosen wird jetzt auch der Isodulcit oder die Rhamnose ge-rechnet, welche als Methyl-Pentose CH s (CHOH) 4 - CHO -f- H„0 aufgefasst wird undsich aus verschiedenen in der Natur vorkommenden Grlukosiden (Quercitrin, Xantho-i'hamnin, Hesperidin und Naringin) durch Spaltung bildet; Schmelzpunkt 93°, wasser-frei 122 —126°, ist rechtsdrehend, das Osazon schmilzt bei 180"; durch Reduktionentsteht daraus der Alkohol, Rhamnit CH 3 • C 3 H 6 (0H) 5 , durch Destillation mitSalzsäure entsprechend Methylfurfurol.
Die der Rhamnose isomere Chinovoso CR 3 (CHOH) 4 CHO ist ein Spaltungs-erzeugniss des in den Cinchonaarten vorkommenden Chinovins mit Salzsäure; die eben-falls isomere Pukose entsteht aus Seetang (Fucus-Arten) durch Erhitzen mit verd.Schwefelsäure.
Pur die bis jetzt dargestellten Aldopentosen gelten folgende Konstitutions-formeln und Eigenschaften:
1-Arabinose
d-Arabinose
1-Xyloee
1-Eibose
1. Konstitutionsformel ■■
CHO
HCOH[HOCH
lHOCH1CH.OH
CHOiHOCH
HCOH
lHCOH
tCH.OH
CHO
1HCOH
HOCH
HCOH
CSjOH
CHO1HCOH
i
HCOH
HCOH1CH.0H
2. Schmelzpunkt
160" ICO"
144 —145°
—
■ä. Drchungswinkel [« (I>)|
+ 104,5—105,5"! linksdrehend
+ 20-21°')
inaktiv
4. Osazone, Schmpimkt |C.H.O.CN.HC.H,), /
160°
160°
160"
154—155"
5. .Molekulare Verbren-)nungsw'arme /
557.1—558,3 Kai.
—
500,7 — 501.9 Kai.
—
Die 1-Arabinose wurde zuerst erhalten aus der Metapektinsäure des Rüben-inarkes durch Kochen mit Schwefelsäure, dann auf dieselbe Weise aus Gummi-arabicum, Kirsch-, Traganthgummi, Diffusionsschnitzeln, Biertrebern etc.
Die d-Arabinose dagegen ist nur künstlich aus d-Glukosoxim durch Abbau(s. o.) und aus d-Glukonsäure durch Oxydation mit Wasserstoffsuperoxyd dargestellt.
Die Xylose ist zuerst aus Holzgummi gewonnen worden; man zieht Holz mitschwacher Natronlauge, Kalk oder Ammoniak aus und kocht das erhaltene Gummimit 5°/„-iger Schwefelsäure; es ist als Xylan n0 5 Hj,0 4 auch in grösserer Menge inHeu, Stroh, Kleie etc. enthalten.
') Die \"\luse besitzt wie die Arabinose Birotation; die frische Lösung zeigt -j- 38,8°Drehung [a (D)].
König, Nahrangsmittel. ([. t. Aufl. o