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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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129
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Kohlenhydrat

gehörige Aldopentose, in die inaktive Rio ose über, die sich umgekehrt wieder durchReduktionsmittel in Adonit verwandeln lässt.

Die Pentite, 1-Arabit und Xylit sind bis jetzt nur künstlich aus den zu-gehörigen Aldopentosen durch Reduktion dargestellt.

Der Adonit unterscheidet sich von den anderen Pentiten dadurch, dass er mitBenzaldebyd eine krystallinisehe Verbindung von Dibenzaladonit bildet:C t H 13 0 B + 2 C H s CHO = C c H 8 0., (C TI 5 CH) S+ 2 H 3 0.

Zu den Aldopentosen wird jetzt auch der Isodulcit oder die Rhamnose ge-rechnet, welche als Methyl-Pentose CH s (CHOH) 4 - CHO -f- H0 aufgefasst wird undsich aus verschiedenen in der Natur vorkommenden Grlukosiden (Quercitrin, Xantho-i'hamnin, Hesperidin und Naringin) durch Spaltung bildet; Schmelzpunkt 93°, wasser-frei 122126°, ist rechtsdrehend, das Osazon schmilzt bei 180"; durch Reduktionentsteht daraus der Alkohol, Rhamnit CH 3 C 3 H 6 (0H) 5 , durch Destillation mitSalzsäure entsprechend Methylfurfurol.

Die der Rhamnose isomere Chinovoso CR 3 (CHOH) 4 CHO ist ein Spaltungs-erzeugniss des in den Cinchonaarten vorkommenden Chinovins mit Salzsäure; die eben-falls isomere Pukose entsteht aus Seetang (Fucus-Arten) durch Erhitzen mit verd.Schwefelsäure.

Pur die bis jetzt dargestellten Aldopentosen gelten folgende Konstitutions-formeln und Eigenschaften:

1-Arabinose

d-Arabinose

1-Xyloee

1-Eibose

1. Konstitutionsformel

CHO

HCOH[HOCH

lHOCH1CH.OH

CHOiHOCH

HCOH

lHCOH

tCH.OH

CHO

1HCOH

HOCH

HCOH

CSjOH

CHO1HCOH

i

HCOH

HCOH1CH.0H

2. Schmelzpunkt

160" ICO"

144145°

ä. Drchungswinkel [« (I>)|

+ 104,5105,5"! linksdrehend

+ 20-21°')

inaktiv

4. Osazone, Schmpimkt |C.H.O.CN.HC.H,), /

160°

160°

160"

154155"

5. .Molekulare Verbren-)nungsw'arme /

557.1558,3 Kai.

500,7 501.9 Kai.

Die 1-Arabinose wurde zuerst erhalten aus der Metapektinsäure des Rüben-inarkes durch Kochen mit Schwefelsäure, dann auf dieselbe Weise aus Gummi-arabicum, Kirsch-, Traganthgummi, Diffusionsschnitzeln, Biertrebern etc.

Die d-Arabinose dagegen ist nur künstlich aus d-Glukosoxim durch Abbau(s. o.) und aus d-Glukonsäure durch Oxydation mit Wasserstoffsuperoxyd dargestellt.

Die Xylose ist zuerst aus Holzgummi gewonnen worden; man zieht Holz mitschwacher Natronlauge, Kalk oder Ammoniak aus und kocht das erhaltene Gummimit 5°/-iger Schwefelsäure; es ist als Xylan n0 5 Hj,0 4 auch in grösserer Menge inHeu, Stroh, Kleie etc. enthalten.

') Die \"\luse besitzt wie die Arabinose Birotation; die frische Lösung zeigt -j- 38,8°Drehung [a (D)].

König, Nahrangsmittel. ([. t. Aufl. o