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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Uie chemischen Verbindungen der Nahmngs- und Genussmittel.

c) der Wasserstoff der Hy uroxyle leicht durch Säureradikale vertreten werdenkann (vergl. vorstehend die Bildung von Acetylester); bei der Einwirkungvon Salpeterschwei'eisänre entstehen Sa^petersäureester (nach Art des Glycerin-nitrats [sog. Nitroglycerins CH 2 (ON0 2 ) CH(ON0 2 ) CH 2 (ONO ä )] gewöhnlich alsNitrokörper bezeichnet; die Pentabenzoylverbindungen entstehen durch Schüt-teln mit Benzoylchlorid und Natronlauge;

d) durch Einwirkung von Chlorsulfbnsäiire HCiS0 3 Aetherschwefelsäuren ent-stehen.

2. Die Aldehyd- und Ketonnatur offenbart sich ausserdureh die bereits vor-stehend erwähnte Reduktionsfähigkeit mittelst Natriumamalgam zu Alkoholen, durch dieOxydationsfähigkeit zu Säuren, durch die Fähigkeit, sich mit Blausäure zu Cyan-hydriden zu verbinden, durch die Bildung von Oxymen mitteilst Hydroxylamin nochdurch folgende Eigenschaften:

a) Durch die Fähigkeit, sich mit Phenylhydrazin zu verbinden; in konc.Lösungen verbindet sich ein Mol. Phenylhydrazin (als Acetat) mit einemMol. Zucker zu Hydrazon:

Co H 12 0 0 -f C,H 6 «NH-NEC, = C, H-, NH \ : <! B 0 5 oder 0 6 H 12 <\ (N -NH-I ' H«) + H a 0Glukose Phenylhydrazin Glukose-Phenylhydrazin

Die Hydrazone sind meistens leicht löslich in Wasser, krystallisirendagegen aus Alkohol in farblosen Nadeln.

In verd. Lösungen mit überschüssigem Phenylhydrazin dagegen 1 )verbindet sich ein Mol. Zucker mit zwei Mol. Phenylhydrazin zu Osazonen:

(*!l,..0 + 2GH .NH-KHj = C e H i0 0 t (IST NB -v,,!!-., 4- 2 II. 0 -|- I(,Glukose Phenylhydrazin Glukosazon.

Der Wasserstoff wird nicht frei, sondern bildet mit einem Theile desPhenylhydrazins Anilin und Ammoniak.

Die Hydrazone der Aldohexosen und Ketohexosen sind verschieden,die Osazone dagegen gleich; bei dem zunächst gebildeten Hydrazon wirdeine der Aldehyd- oder Ketongruppe benachbarte Alkoholgruppe zu COoxydirt, während 2H-Atomc mit überschüssigem Phenylhydrazin Anilin undAmmoniak bilden; auf die so entstandene Aldebydo- und Ketogruppe wirktvon neuem Phenylhydrazin ein, so dass aus d-Glukose, d-Mannose undd-Fruktose ein nnd dasselbe Osazon entsteht:

CHOH(CHOH) sC ------------------ CH

i! I!

ST-NH «0,115 N>NH«C 6 H,

Die Osazone sind gelb gefärbte, leicht krystallisirende Verbindungenfast unlöslich in Wasser, schwer löslich in Alkohol. Durch Reduktionmit Zinkstaub und Essigsäure entsteht aus Glukosazon IsoglukosaminOH 2 OH(CHOH) s -CO-CH,-NH. 2 , welches mit salpetriger Säure Fruktoseliefert. Mit konc. Salzsäure werden die Osazone in Phenylhydrazin unddie sog. Osone gespalten:

C e H,0 1 (Jir.NH-C a H 5 ) a + 211,0 == (CH.0H'CH0H) 8 .«C0H + 2 JSIT NH, CH.

Glukoson.

') Behufs Ausführung der Reaktion fügt man zu 1 Thl. Hexose etc. 2 Tille. Phenylhydrazin,2 TWe. 50°/ 0 -ige Essigsaure sowie gegen 20 Thle. Wasser «nd erwärmt bis zu einer Stunde auf demWasserbade, wobei sieh das Osnzon meist krystallinisch abscheidet.