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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Kohlenhydrate.

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CH:N(OH)IHCOH

HOCH

HCOH

HCOH

IHCOHICHOH

d-Arabinose.

Nach diesem Verfahren haben Ruff und Ollendorf 1 ) durch Abbau des Milch-zuckers einen aldehydartigen Zucker mit 11 Atomen C erhalten, der bei der Spal-tung d-Galaktose, aber weiter nicht d-Glukose, sondern die Pentose d-Arabinoselieferte.

Auch läsat sich der Abbau der Zuckerarten aus den Oximen bewirken, indemman z. B. das d-Glukosoxim (erhalten durch längeres Behandeln der alkoholischenLösung von d-Glusose mit Hydroxylamin NH 2 OH) mit Essigsäureanhydrid undNatriumacetat behandelt und aus dem erhaltenen Pentacetylglukonsäurenitril durchAlkali erst Blausäure und weiter durch Salzsäure die Acetylgruppen abspaltet, also:

CN

HCOCOCH, HOO

I t

CH..COOCH HOCH

1 I

HCOCOCH, HCOH

IHCOCOCH,i

CHgOH CHjOCOCH,

d-Glukosoxim I'entaa cetylglukonsäurenitril

Ebenso wie für den künstlichen Aufbau der Zuckerarten hat E. Fischer auchfür die Synthese der Glukoside den Weg gezeigt. Leitet, man in die Lösungen derZuckerarten in Methyl-, Aethyl- oder Benzylalkohol trocknes Salzsäuregas, so bildensich die Alkylaether der Zuckerarten als die einfachsten Glukoside, z. B.:

C H I2 O c + CH 3 OH = C H 0 6 C'H, -f H 2 0

Glukose Methylalkohol Methylglukosid

C,H 10 O 8 + 0H 8 .CH,.OH = C 5 H s O,.CH 8 .CH l + H.^

Arabiuose Aethylatkohol Aethylarabinosid

C,H0 6 + C 0 H 6 -0H 2 .OH = C 6 H u 0 6 .C,H,.CH ! + H,0Glukose Benzylalkohol Benzoylglukosid.

Letzteres schmeckt bitter und sind die Bitterstoffe der Pflanzen vielleichtebenfalls als Glukoside aufzufassen.

In derselben Weise lassen sich durch trocknes Salzsäuregas zwei oder mehrereZuckermoleküle aneinander lagern uud künstlich die Di- bezw. Polysaccharide dar-stellen.

lieber die Konstitution der beiden stereo-isomeren Methylglukoside und überihr Verhalten gegen Enzyme vergl. S. 5'2.

Allgemeine Eigenschaften der Zucker arten.

1. Die alkoholische Natur der Zuckerarten giebt sich dadurch zu er-kennen, dass

a) sich der alkoholische Wasserstoff ausser durch Alkyle (vergl. vorstehend)durch Metalle ersetzen lässt, indem z. B. durch Behandeln mit Kalk, Baryt,Bleioxyd Saccharate gebildet werden, die den Alkoholaten entsprechen unddurch Kohlensäure zersetzt werden können;

b) sie sich bei Anwesenheit unorganischer Säuren mit Aldehyden (besondersmit Chloral und Ketonen) unter Wasseraustritt verbinden;

') Vergl. ä.B. 0. Rut'f: Berichte d. deutsehen ehem. Gesellschaft 1899, 32, 550, 22fl9,36 '2; 1900, 33, 1798.