Fette und Oele.
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3. Gehalt der Feite und Üeie an unverseifbaren Bestandtheilen.
Fast alle Fette enthalten ausser Cholesterin, Phytosterin oder Lecithin einegeringere oder grössere Menge nicht verseif barer Bestandteile (entweder Kohlen-wasserstoffe oder ungebundene Alkohole), die in Petroläther löslich sind.
Allen und Thomson 1 ) (vergl. auch 8. 105) fanden in folgenden Fetten an un-verseifbaren Bestandtheilen:Schweinefett Leberthran Olivenöl Rubel Baumwollesaatiil Japan\va«hg
0,23% 0,46—1,32% 0,75% 1,00% 1,64% 1,14%
Aehnliehe Zahlen giebt A. Stellwaag (1. c.) in Fetten der Oelpresskuchen an;für sonstige Pflanzenfette erhielt er jedoch weit höhere Werthe für den unverseif-baren Antheil, nämlich in Fett aus:Weizen- Roggen- ,, , Tr ,. _,_ . ,, , ,„. , Herde- T Buch- Soja-
\. leie7,45 %
fierste Hafer
Mais
Erbsen Wicken
H .Lupinen
eie oohnen * weizen Dohnen
7,04% 6,08% 2,53% 3,74% 7,87% 7,14% 5,92% 6,83% 7,24% 1,50%
Für Fett aus Kartoffeln betrug die Menge an Unverseifbarem 10,92%, für das■aus Rüben 10,66 °/ 0 , aus Malzkeimen 34,55 °/ 0 und aus Heu 30,84 °, 0 .
In dem unverseifbaren Antheil aus Heufett konnte Verf. auch einen bei 70,4 bis71,4° schmelzenden Kohlenwasserstoff nachweisen, welcher 84,49% Kohlenstoffund 14,89 °, 0 Wasserstoff enthielt, und welchem daher etwa die empirische Formel{-' 20 H 42 zukommen würde.
Für den unverseifbaren Antheil im Baumwollesaatöl von dickflüssigerBeschaffenheit und brauner Farbe fanden wir 81,61% C, 11,29% H und 7,10% O.
Das Sesamöl enthält nach Villavechia und Fabrig 8 ) zwei eigenartige un-verseifbare Antheile, das Sesamin und ein rotb.es Oel, welches letztere der Trägerder Baudouin'schen Sesarnöl-Reaktion ist. Das Sesamin krystallisirt im mono-klinen System, hat einen Schmelzpunkt von 121° und nach Bömer und "Winter 3 )«ine Elementarzusammensetzung von 67,55% C, 5,15% 11 und 27,30% 0; dieser■entspricht die empirische Formel C 33 H m) O 10 .
Für das sog. rothe Oel, welches die Sesaruöl - Reaktion (mit Salzsäureund Furfurol) noch in einer Verdünnung von 1 : 500000 gab, fanden Bömer undhinter 77,07% C, 1.1,17% H und 11,76% 0. Jedoch ist nicht ausgeschlossen, dass"as schwer zu reinigende Oel noch nicht ganz rein war.
4. Elenientarzusammensetzung der Fette.
Wenngleich die thieri.schen wie pflanzlichen Fette nach vorstehenden Ausführungen'öanche Verschiedenheiten aufweisen, so sind sie in ihrer Elementarzusammensetzungdoch im wesentlichen gleich oder doch nur zum geringen Theil von nennenswerthemUnterschiede.
Der verschiedene Gehalt an den drei wesentlichsten Bestandtheilen, dem Triolein,■Lristearin und Tripalmitin, kann auch keine wesentlichen Unterschiede in derElenientarzusammensetzung bedingen, weil diese selbst keine wesentlich abweichende& leiuer>tarzusamniensetziing besitzen. Es verlangt nämlich:
') Cheui. News 43, 287.
) Zevtsr.hr. f. angew. Chcm. 189'J, 505.
, ) C. Winter: Lieber einige Ester des Cholsterins und Phytost&rins etc. Inau». Dissertation.
Münster i. w. 1901.
K &nig, Nahrungsmittel II- i Aaii. 8