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Die chemischen Verbindungen der ^Nalirungs- und Genussmittel.
2. Alkohole der Reihe CnH sn + aO.
Ausser dem Glycerin in den eigentlichen Fetten und Oelen kommen, besondersin den wachsartigen Bestandteilen, einatomige Alkohole der Fettsäure-Reihe, nämlichCetyl-, Oktadekyl-, Ceryl- und Myricylalkohol vor, die sämmtlich fest, weiss, kry-stallisirbar sind und unzersetzt schmelzen. Durch Erhitzen derselben mit organischenSäuren oder deren Anhydriden entstehen unter Wasseraustritt zusammengesetzteAether z. B. aus Cetylalkohol beim Erhitzen mit Essigsäure und Schwefelsäure derEssigsäureester:
C 16 Häa • OH -f CH 3 • COOH = D M H 33 • 000 • CH, + IL 0Cetylalkohol Essigsäure Essigsäurecetylester.
Beim Erhitzen mit Natronkalk bildet sich die entsprechende Fettsäure unterAustritt einer äquivalenten Menge Wasserstoff:
C, 5 H 31 -CH 2 OH + NaOH = C 15 H 31 .C00Na -(- 2K.Cetylalkohol Palmitinsaures Natrium.
Die sonstigen Eigenschaften dieser Alkohole erhellen aus folgender Uebersicht:
Alkohol
Formel
Vorkommen
Krystalli-sation
Schmelz-punktC»
Siede-punkt
C»
Spec.Gewicht
Löslichkeit
und sonstige Eigen-schaften
1. Cetyl-alkohol(Aethal)
C 1( ,H M 0
Wallrath u. Talg-
(Bürzel-) Drüseder Gänse u. Enten
Aus A. in
kleinen
Blättchen
49 — 50»
344°un-zersetzt
0,8176hei 49,5°
Tfnl. in \\\, 1. inA., sehr 1. 1. in Ae.
2. Okta-dekyl-alkohol
CigHjgO
"Wallrath
desgl.
59°
210,5°
bei\o mm
0,8048hei 59°
—
3. Ceryl-alkohol
C^H^O
Als Cerotinat im
chines. Wachs.
als Palmitat im
Opiumwachs,frei im Wallrath
Aus A. inNadeln
79°
Nicht un-zersetzt
siedend
—
Liefert mit Natron-kalk Ccrotinsäure
4. Myricyl-alkohol
Cm H C2 0
Als Palmitat imBienenwachs,
ferner im Karnau-ba wachs
Aus Ae. inNadeln
85"
—
—
Tn kaltem A. fastuul., in heissem 1.Giebt mit Natron-kalk Melissinsiiure
3. Alkohole der aromatischen Reihe.
Die hierzu gehörigen Alkohole sind in ihrer Konstitution noch wenig erforschtkommen auch in den Fetten und Oelen —- mit Ausnahme des Wollfettes — nur irgeringer Menge vor.
a) Cholesterin O 20 H 44 O J ), neben Isocholesterin, vorwiegend reichlich imWollschweissfett, ferner ziemlich reichlich im Eieröl (4,49 °/ 0 ) und in den Leber-thranen (0,81 °/„), dagegen in anderen thierischen Fetten (Butter, Schweinefett,.Rindstalg etc.) nur in geringer Menge (0,10—0.35%); es ist der Hauptbestandteil
') Beisitzer giebt dem Cholesterin ans Gallensteinen, ebenso Walitzki dem anderen Ursprungsdie Forme] C^H^O, Mauthuer und Suida geben ihm die Formel C^H^O.