Kette und Oele.
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Essigsäureanhydrid dagegen Triacetin C 3 H 5 (OC 2 H 3 0) s . Beitn Schütteln mit Natron-lauge und Benzöylchlorid bilden sich Di- und Tribenzoat.
Durch wasserentziehende Mittel (wie Kaliunibisulfaf) oder durch raschesErhitzen des Glycerins — auch beim Verbrennen der Glyceride — entstehtAkrolein CH 2 -CH-CHO:
0 3 H ll O s =C 3 H 1 O + 2H 2 O
Das AkroleTn, welches bei 50° siedet, ist an seinem äusserst unangenehmenstechenden Geruch und daran zu erkennen, dass es die Augen zu Thränen reizt.
Durch vorsichtige Oxydation des Glycerins mit verdünnter Salpetersäureoder Brom entsteht ein Gemenge von Glycerinaldehyd CH 2 OH • CHOB" • CHO undGlycerinketon CH 2 OH • CO • CH 2 OH, die sog. Glycerose, welche durch Konden-sation mit Aetznatron in inaktive Akrose, eine der Glukose verwandte Verbindung,umgewandelt wird.
Bei der Oxydation mit Kaliumpermanganat in alkalischer Lösung wird dasGlyceriu zu Kohlensäure, Oxalsäure, Ameisensäure und Propionsäure zerlegt; wennK'an hierbei genau nach der Vorschrift von Benedikt und Zsigmondy 1 ) —^i3 bis 0,4 g Glycerin in 500 ccm Wasser, 10 g Kalihydrat und dazu gepulvertesBermanganat — verfährt, zerfällt das Glycerin glatt in Oxalsäure und Kohlensäure:
(.'»HgO, + 4 KMuO, = K,C,0 4 -)- KjCO, -f- 4 MiiO, -j- 4 H 2 0.
Kaliumbichromat und Schwefelsäure verbrennen Glycerin vollständig zu Kohlen-säure und Wasser:
2 C 3 H 8 0„ ■+• 7 0, = 6 CO, 4- 8H,0.
Reaktionen auf Glycerin: 1. Eine mit Glycerin oder glycerinhaltiger Flüssigkeit befeuchteteBoraxperle färbt die Flamme grün.
"■ Glycerin treibt Borsäure aus Boraxlösungen aus. Man versetzt zu dem Zweck eine glycerin haltigeFlüssigkeit nnd Boraxlösung mil einigen Tropfen Lackmustinktnr und mischt; hei Gegenwart von"lycerin tritt Rothfärbung auf, die heim Erwärmen versehwindet, beim Erkalten aber wieder eintritt.
3. Auf Fehling'sche Lösung wirkt Glycerin nur dann nach 10 Minuten langem Kochen und nach24—48 ständigem Stehen, wenn es mit nur wenig Wasser verdünnt wird. Es lost Kupferoxyd nichtau t; Kupfersalzlösaagen, mit genügenden Mengen Glycerin versetzt, gehen mit Kalilauge eine dunkel-blaue Färbung.
4. Erwi rml man Glycerin mit Silberlösung im kochenden Wasserbade nnd setzt dann einige. TropfenAmmoniak, Kali- oder Natronlauge au, so wird Silber ausgeschieden. Eine Lösung von Platinchlorid] ü überschüssigem Aetznatron scheidet beim Erwärmen mit Glycerin ebenfalls metallisches Platin ab.
5. 2 Tropfen Glycerin, 2 Tropfen ge<ehniol?,ene'j Phenol und ebensoviel Schwefelsäure vorsichtigauf 120" erwärmt, liefern in der harzartigen Schmelze bald eine braune feste Masse, die sich nach*em Abkühlen in Ammoniak mit schön karmoisinrother Farbe löst 2 ).
6. Kocht man eine kleine Menge der auf Glycerin zu prüfenden Flüssigkeit mit wenig Pyrogallo!^ml mehreren Tropfen verdünnter Schwefelsäure (1 : 1), so färbt sieh die Flüssigkeit bei Gegenwartv °n Glycerin deutlich roth, nach Zusatz von Zinnchlorid violettroth ')
') Chem.-Ztg. 1885, 9, 975.
a ) Zum Gelingen der Reaktion dürfen aber, keine anderen organischen Stoffe vorhanden ?cin,Welche mit Schwefelsäure verkohlen.
*) Es dürfen aber keine Kohlenhydrate und Alkohole gleichzeitig vorhanden sein, weil dieseähnliche Reaktionen geben können.