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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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3 02

Die chemischen Verbindungen der Nahrungs- und Genussmittel.

Die Menge des Glycerine in einem wasserhaltigen Glycerin kann aus dem speo.Gewicht bezw. dem Brechungsindex erinitteii weiden.

Wasserfreies Glycerin Spei'. Gew. Brechungsindex

bei 12,512,8°

1.4758

%

100

90

8070CO5040302010

bei 15°1,2653

1,24001.21301,18501,15701,12001,10201,07501,04 901,0245

1,40131,44671,43211,41 10

1,40071,38601,37191,35951,3454

Siedepunkt

Dan

tpfteusion

0"

bei

700 nun

290

64

138

247

121

306

313,6

496

109

505

106

618

104

057

102,8

690

101,8

717

100.9

740

Das Glycerin besitzt ein bedeutendes Lösungsvermögen für viele Salze;100 Theile Glycerin lösen z. B.

9S Thle. krystall. Soda 40 Thle. Alaun 20 Thle. Bleizucker u. Chlorammon

60 Borax 40 Jodkalium 10 ., Chlorbaryum

50 Chlorzink 30 Kupfervitriol 8 Natriumkarbonat

Auch in Wasser unlösliche Seifen (wie ölsaures Eisen, Magnesium und Calcium)werden von Glycerin (1,114) in geringen Mengen (0,71,2 in 100 Tbln. Glycerin)gelöst.

Das Glycerin verbindet sich mit Basen; es löst Kaliumhydroxyd, alkalischeErden und Bleioxyd auf; Kalk, Strontian und Baryt können aus solchen Losungenbis auf einen geringen Best ausgefällt werden. Glycerin verhindert die Ausfallungvon Eisenoxyd, Kupferoxyd eic. durch Kalilauge.

Das Natriumglycinat (G 3 H.j0 3 Na) wird durch Mischen einer Lösung vonNatrium in absol. Alkohol mit Glycerin und durch Trocknen des Niederschlages(C 3 H 7 0 3 Na -j- C 2 H,,0) bei 100° erhalten; es ist ein weisses hygroskopisches Pulver,welches durch Wasser in Glycerin und Aetznatron zerfällt.

Monoplumboglycerid C 3 H 6 0 3 Pb entsteht, wenn man 22 g Bieiaceiat in250 cciu Wasser löst, mit 20 ccm Glycerin und südann in der Wärme mit einerkoncentrirten Lösung von 15 g Kalihydrat versetzt; die von einem geringen Nieder-schlage abfiltrirte Lösung scheidet nach einigen Tagen das Monoplumboglycerid infeinen weissen Nadein ab. Wendet man basische Bleiacetate an, s< erhält manbasische Bleiglyoerinate.

Durch Eintröpfeln von Glycerin in eia abgekühltes Gemisch von Schwefel- undSalpetersäure erhält man Glycerintrinitrat (oder fälschlich Nitroglycerin genannt)C g H 5 (ONOj)3 a ' s färb- und geruchloses, giftiges Oel, schwer löslich in Wasser,leicht löslich in Alkohol, Aether und Chloroform, hei20° krystallisirend.

Ebenso bildet sich durch Erwärmen von 2 Mol. Glycerin mit .1 Mol. arsenigerSäure auf 150° das Glycerinarsenit (Arsenigsäureglyceriaester C 3 BT 5 As0 3 ) als einesehr zerfliessliche, fettartige, bei 50° zu einer dicken Flüssigkeit schmelzenden Masse,die mit Glycerindämpfen flüchtig ist. Hieraus erklärt, sich der etwaige Argengehaltbei sog.chemisch reinem Glycerin", wenn die Verseifung der Fette mit koncentrirterarsenhaltiger Schwefelsäure vorgenommen wird.

Beim Kochen mit Eisessig giebt Glycerin Diacetiu C^H-OHfOCaHgO)^ mit