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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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^ffM

98

Die chemischen Verbindungen der Nahrungs- und Genussmittel.

Linolen-

1. Hicmus-ölsäure

. Kapm-säure

Saure

Formel

Vorkommen

Krystalli-sation

Schmelz-punkt

c»

Siede-punkt

Spec.

Gewicht

Löslichkeit

Sonstige Eigen-schaften

3. Oelaäure

(OleYn- oderEla'insäure)

C19 -"34 O a

In allen Fetten

flüssig, bei

4" er-starrt, nd

bei 14°

wieder

schmel-

z'-nd

(232,5°bei

15 nun)

0,898

(bei 14")

ünl. in W., 1.1.

in kaltem A.

Mit salpetriger

Säure geht sie i*

Elai'dinsäure

O.gHj.Oj, über.

4 . Döglin-säure

^19 H 30 0 3

Döglinthran

flüssig, bei 4° er-st arrend

5. Eruka-

oderBrassica-

c äure

1. Oleo-

margarin-

säure

CijHsoO,,

Oel der Samen

der Brassica-

arten

3. Unyesättjf

Oel der Samen

von Eiae'jfoeea

vernieia

Abs A. inlangen fei-nen Nadeln

te Fettsäu

RhombischeTafeln

33 34"

'en von

48°

(265" bei

15 mm)der Formel C,rl s

1. 1. in A.

!. 1. in Ae.

u. A. 1 )

1 g = 9,738 Kid-

liefert mit HNO»

Brassidinsäure

t'-H^O,

An der Luft s<!u> e!)verharzend.

2. Leinöl-

säure

[Linol-

säure*)]

' 13 H*2 0 2

Lein-, Mohnöletc.

Bei18°noch flüssig

0,021(bei 14")

1.1. in A. u. Ae.

Wird mit HNO»nicht fest.

Cib Hjo Oj

4. Ungesättigte Fettsäuren von der Formel CH 3_«0 ;

Lein-, Hanf-,

Mohn-, Nussii)etc.

flüssig

Kiecht nach Fischthran, wird l» 1 "

KMnOj zu Liuusinsäure CisHjjO»

(Hexaoxystearinsäure) oxydirt-

5. Säuren von der Formel CH 2n _ 2 0 3 .

Cm H«, 0*

QmH^O,

Ricimisöl

Buböl

bei

250° bei

Dickes Oel,

1617°

15 mm

0,940

wieder

unter

10" er-

schmel-

Zerset-

(bei 15")

starrend

zend

zung

flüssig, in der Kälte

nicht ers

arrend

Mit A. u. Ae.

in jedem Ter-hältnissmischbar

Mit HNO, liefert

sie Ricinelaidi»'

säure C, 8 a M 0, 10*

52 53° Schmp-

Wird mit HNO.nicht fest.

Pie letzten beiden Fettsäuren werden zu den Oxyfettsäuren gerechnet; ausser diosen sin''noch gesättigte Oxyfettsäuren wie Monooxystearinsäure (0 18 H 3;> 0» 0 H), Dioxyste,irin3äur ej"C 18 H3 4 0 2 (OH) ä ] bis Hexaoxystearinsäure [C ]8 H S0 O 2 (OH) 6 ] bekannt; dieselben treten aber inden natürlichen Fette« nicht auf, sondern nur bei Verarbeitung der Fette in der Fettindustrt e 'weshalb sie hier übergangen werden können.

') In alkoholischer Lösung geht sie am Licht in die isomere, bei 71° schmelzende Eläostearinsäure über.

a ) >fan kennt mehrere flüssige Fettsäuren von der Formel C 18 H M 0 2 , die von einander in etwa verschied*siu.i, 7.. B. die Hanfölsäure (Linolsänre) aus Hanföl, Taririnsäure aus dem Oel des Samens von Fi lamnia Sow o"Tariri, Hirseölsäure aus Hirseöl. Das Leinöl soll 3 verschiedene Leinölsäuren enthalten.

") Fahrion will (Chem.-Ztg. 1893, 17, 521) im Sardinenthran eine Jecorinsäure von der gleichen Z°'sammensetzung gefunden haben, jedoch bedarf diese Angabe noch der Bestätigung.