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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
Entstehung
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Sonstige Stickstoffverbfndungen.

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Wicke

ErbseLinse

Hanf.......0,85

Baumwollesamen . . . 0,94

Lecithin i Lecithin Lecithin

upinen, gelbe ungeschält 1,64%! Sojabohne.....1,64% Mais.......0,26%

Maue geschält . 2,19Bohne.......0,81 ,. Buchweizen.....0,53

.....1,09Weizen......0,43 Lein.......0,73

.....1,05Gerste......0,47

.....1,03 Jßoggen......0,57

Da die Qelkuchen weniger Lecithin (0,200,49 %j enthalten, als die Samen, sogeht ein Theil desselben entweder mit ins Oel oder wird bei der Verarbeitungbezw. Aufbewahrung zersetzt.

Jul. Stockiasa 1 ) findet das Lecithin in allen Pflanzentheilen besonders ina en Keimlingen, Blättern sowie Blüthentheilen und schreibt ihm eine grosse Be-deutung i ra Lebensvorgang der Pflanzen zu.

Die Lecithine sind wachsartige, sehr hygroskopische Körper, in Wasser schleimigQuellend und wie in Alkohol und Aether, so auch in Chloroform oder Oelen leichtoslich. Beim Behandeln mit Barytwasser zerfallen sie in Glycerinphosphorsäure,Cholin und die Fettsäuren z. B. Distearinlecithin:

eH ao N'J'0 9 + 3H 8 0 2C iti a x 0 2 4 C,H,K> + v'.-,H 13 NU 2Distearinlecithin Stearinsäure Olycerinphosphorsäure Cholin.

Dieser Umsetzung verdankt auch wahrscheinlich das in thierischen und pflanz-ten Stoffen vorkommende Cholin zum Theil seine Entstehung.

Das Lecithin entsteht auch neben Fettsäuren und Cerebrirj bei der Zersetzung* es Protagons C 100 H 30S lsi\,PO3 5 eines Bestandteiles der weissen Substanz dese nirns, welches nach Gamgee und Blankenborn folgende Elernentarzusammen-setzung hat: 66,39°/,, C. 10,69% H, 2,39% N, 1,09% P und 0,51% S.

Zu den sonstigen Umsetzungsstoffen des Protagons (durch Einwirkung v-on Alka-Uen entstehend) gehören:

Cerebral mit . . 69,08 %C 11,47 %H 2,13"/,» 17,32 %0Kerasin mit . . 70.00 11,60 2,23 16,1:1

Enkephalin mit. . 68,40 11,60 ., 3,09 ., 16,91

2. Cholin (Sinkalin, Bilineurin) C 6 H 15 N0 2 = C S H 4 -OH-N(CH 3 ) 3 OH rri-et nyloxyäthylammoniumhydroxyd. Es kommt neben Muskarin im Fliegenschwamm so-le iQ anderen Schwämmen vor, ferner in 23 Tage alten Leichen, in Härii ger besonders nach den Untersuchungen von S. Schulze 8 ) als regelmässiger Bestand-

teilErdi

to einer Reihe von Samen, wie Wicke, Erbse. Kai,:, Bockshorn, Areka-Nnss,

inuss, Linse, in verschiedenen Pilzen, Hopfen, Mutterkorn, in Baumwolle-, Buchen-

ern -, Kokosnuss-, Palmkern- und Sesamkuchen, in den Keimpflanzen von der Wicke,

gelben und weissen Lupine, der Sojabohne, der Gerste, dem Kürbis etc., in den

Kartoffeln und Rüben.

-Nach E.Schulze ist das Cholin durchweg vorgebildet in den Pflanzen enthalten,a bildet sich nicht erst durch Umsetzung des Lecithins bei seinei Gewinnung.Aus Ochsenhiru, Eidotter, Galle wird es durch Kochen mit Baryumhydroxyd,dem Sinapin durch Kochen mit Alkalien gewonnen; künstlich erhält man er.r °h Erhitzen von Aethylenoxyd mit Trimethylamin und Wasser:

) Berichte d. deutschen ehem. Gesellschaft 1896, 29, 2761y ^ an< ^ w - Versuchsstationen 1896, 46, 23. Hier finde! sieb dii Gesanimt-Literatui v--< ; das

nu 0n ' iI,en <les Lecithins etc zusammengestellt, wie auch die Verfahren über die Darstellung und rren-S des Cholins von anderen Stickstoffverbindunzen.