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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Die chemischen Verbind angin dar Nahrungs- und Genussmittel.

!f(CH 3 ) a -t C 2 H 4 0 + H 2 0 = fC 2 H 1 .0H)N(CH 3 .'),.0Hrrimethylamin Aethylenoxyd Cholin.

Das Cholin bildet zerfiiessliche Krystalle von stark alkalischer Reaktion, schmilztanter Zersetzung bei 232241 "; die gut krystallisirenden Salze des Cholius sindmeistens zerfliesshch; es wird allgemein als nicht giftig bezeichnet: E. Jahns 1 )schreibt demselben jedoch ziemlich starke Giftwirkung zu. Ueber die Trennung vonähnlichen Stickstoffkörperu vergl. E. Schulze, Aum. 2, S. 87.

3. Betatn (Lycin, Oxyneurin) C lt H I3 N0 3 = (HOOC CH)N (CH 3 ) 3OHTrimethylhydroxylgtykokoll. Es steht in naher Beziehung zum Cholin, indem es sichaus diesem durch Oxydation bildet; auch kom'nt es nach E. Schulze (1. c.) nebenCholin in den Keimlingen von "Wicken, Weizen und Gerste vor: es wurde vonC. Scheibler zuerst in der Zucker-(Kunkel-)Rübe (zu 0,100,25° /0 ) bezw. in der Me-lasse, von Harme und Husemani; unter dem Xamen Lycin in den Stengeln undBlättern von Lycium barbarum, von Ritthausen im Baumwollesamen, vonL. Brieger in der Miesmuschel gefunden. Letztere Untersucher nehmen an, dassdas Beta'in nicht frei, sondern in festerer Verbindung, wie Cholin im Lecithin, ent-halten ist, E. Schulze (1. c.) neigt jedoch der Ansicht zu, dass das Beta'in solange als freie Base anzunehmen ist, bis der Körper, mit oder in dem es enthaltensein soll, nachgewiesen ist.

Ausser durch Oxydation des Cholins kann das Betain künstlich erhalten werdenaus Trimethylamin und Chloressigsäure, aus Glycin, Methyljodid, Aetzkali undBolzgeist.

Es krystallisirt aus Alkohol in grossen Krystallen, die an der Luft zerfiiessenund bei 100° 1 Mol. Wasser verlieren; es wirkt, bis 1 g an Hunde verabreicht,nicht giftig.

Ueber die Gewinnung aus Pflanzen vergl. E. Schulze (I.e.), ferner C. Scheibler' 2 )und Liebreich 8 ).

4. Trigonellin C 7 H,NO welches als das Methylbetain der Nikotinsäure,,.CH-CCO^

CH ,. /CH ! 0 aufgefasst wird, wurde von E. Jahns 4 ) im Samen

'" CH : N(CH 3 )-von Trigonella foenum graecum, von E. Schulze (1. c.) in den Samen von Erbseund Hanf gefunden. Es ist nicht giftig.

5. StachydrUl. In Stachys tuberifera fand E. Schulze eine Stickstoffbase,welche in ihren Eigenschaften dem Beta'in gleicht, ohne mit demselben homolog zusein; die Zusammensetzung entspricht der Formel C-ii^XO^,.

6. JMe Lupinen-AlkaloYde.'') Ueber die Lupinen - Alkaloi'de liegt einegrosse Anzahl von Untersuchungen vor und scheinen die verschiedenen A rten von Lupinenauch verschiedene Arten von AlkaloVden zu enthalten.

a) Lupanin C^Bi^NjO kommt nach M. Hagen 6 ) in den blauen Lupinen

') Archiv (I. Pharm. :;. Kolge, 25.

2 ) Berichte d. deutschen ehem. Gesellschaft 18(59, 2, 292.

") Ebendort 1870, 3, 161.

') Ebendort 1885, 18. 2521; !8*7. 20, 2840.

°) Von den I'flanzen-Alkaloi'den werden hier nur diejenigen besprochen, welche in den mensch-li*hen Nahrungs- um! Genussmitteln vorzukommen pflegen.

6 ) Ann. d. Cheni. 1885, 230, 307.