Protei'nstoffe.
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Die auf diese Weise einerseits durch starke Basen und Säuren, andererseitsdurch proteolytische Fermente und Fäulnissbakterien regelmässig auftretenden Spal-tungserzeugnisse sind in übersichtlicher Zusammenstellung folgende:
Fettsäure- (aliphatische) Reihe:*• Leucin (a-Amidonörmalkapronsänre)
(0H 8 )/=CH~CH 2 ~ CH (N H",; CO OH.«• A sparaginsiiure (Amidobernsteinsäure)
HOOCT-CH,~CH (NHj) - COOH.*• Glutaminsäure (Amidobrenssweinsäure)
HOOC~CH,'"CH a _ \.'H (NH») COOH
Aromatische (homocyklische) Reihe:
I 1. Tyrosin (p-Oxyphenylamidopropionsäure)('„ U 4 (OH )~fi,H, (NH 2 )~C00H.2. Phenylamidopropionsäure
C„B 6 IUI, (NHj)~COOH.
! Sk&tolamidoessigsäure
C 8 IT (i (CH») IS ""CH, (NILj~OOOH.
Ferner entstehen regelmässig:
Durch Alkalien und Fäulnlss:
-CH =NH-
5 CH.
!■ Indol 08^^ = 0,^
S. Skatol C 9 H„N = Methylindol.
3 - Ammoniak = NH,.
4 - Essigsäure = CH 8 — COOH.
5. Valeriansäure = (CH,) 2 == CH" 0H S — COOH.6 - Phenylessigsäure (a-Toluylsäure eto.)
C 6 H 5 -CH !1 _ C00H.*• Phenole C,H 5 (OH).
8 - 0xalsäure = HOOC - COOH.
9 - Kohlensaure = C0„.
Durch Säuren und Enzyme:
1. Diamidoessi]gsäure = CH(NH^), - COOH.
2. Lysin C,,H u lir 2 0 2 (wahrscheinlich Diamido-kapronsänre) =
(CH.,).. CH - CH (NHj)~CH (NU,)'"COOH.
3. Lysatin oder Lysatinin =
C 8 H 18 X 8 0 2 oder C,H„K,0 +HjO.
4. Arginin C 8 H M Br 4 0 2 (wahrscheinlich Diamido-yaleriansäure) —
NH^C (NII 2 )"NH~CH 2 "CH ~CH (NH 2 )^COOH.
5. Histidin == C,H,X,0,,.
■Eine nähere Besprechung dieser Umsetzungsstoffe der Protei'nstoffe wird weiterunten erfolgen.
Auch will Pavy ') aus den Proteinstoffen (Eieralbumin) durch Behandlung mit
auren ein Kohlenhydrat (soi,'. thierisohes Gummi) gewonnen haben, welches redu-
cirend wirkt und ein Osazon liefert; Weidemann 2 ) erklärt dieses sog. Kohlen-
ydrat für eine stickstoffhaltige Substanz, und wenn Krakow 3 ) auch dasselbe Osazon
V- ornnelzpunkt 182—185°) aus einigen anderen Proteinstoffen gewonnen hat, so ist
c * c ' le Gewinnung eines Kohlenhydrats aus chemisch reinem Kasein, Vitellin, Myosin
Fibrinogen nicht gelungen und scheint das sonst gewonnene Kohlenhydrat von
runreinigungen der benutzten Proteinstoffe herzurühren; vielleicht auch sind die
o emstoffe, aus denen ein Kohlenhydrat dargestellt ist, Gemenge von verschiedenen
einstoßen, nämlich von einfachen mit zusammengesetzten Proteinstoffen, wie z. B.
(V k°P r °teid, welches Hofmeister 4 ) z.B. im Hühnereiweiss gefunden hat.
(verg. unter „Glukoproteide".)
ei der Destillation mit Schwefelsäure liefern die Protei'nstoffe Furfurol, welchesein e Pentosen- oder Pentosangruppe schliessen lässt.
Konstitution der jProtetnatoffc Der Umstand, dass bei der verschie-
c 1 gsten Um- und Zersetzung der Proteinstoffe regelmässig die vorstehenden
en, Aniido- etc. Verbindungen der aliphatischen und aromatischen Reihe ent-
') P
avy: The Physiology of the Carbohydratee. London 1894.
) Weidemana: lieber d. sog. thierische Gummi etc. Inang.-Dissert. Marburg 1896.
) lUuger's Archiv. 65.
) Zeitschr. f. physiol. Chem. 1898, 24, 159.
Krtll 'i?, Nah;
arungainitte]. II
Aufl.