Prote'instoffe.
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Diejenigen Prote'instoffe, welche in den pflanzlichen und thierischen Säften bezw.Geweben vorgebildet sind, und aus ihnen mit ihren ursprünglichen Eigenschaftendurch einfache Mittel (wie Fällen mit Kochsalz, andere mit Magnesiumsulfat, allgemeindurch Ammoniumsulfat oder Zinksulfat) rein dargestellt werden können, nennt mannative oder genuine Protein- (oder Biweiss-)stoffe, und diejenigen, welche aus dennativen Protei'nstoffen durch Erhitzen, Reagenzien (Säuren und Alkalien) oder durchProteolytische Permente hervorgehen d. h. als Modifikation mit anderen Eigenschaftenentstehen, nennt man denaturirte Prote'instoffe.
■Allgemeine Eigenschaften. Die Prote'instoffe haben, wenngleich sie sehrverschiedenartig sind, manche Eigenschaften gemeinsam.
Die meisten Prote'instoffe sind löslich in verdünntem Alkali und konc. Säure,(dagegen unlöslich in verdünnten Säuren), einige sind löslich in Wasser (Albumin)oder in Glycerin, andere in Alkohol (Kleberprote'i'nstoffe), ferner einige in verdünntenSalzlösungen (Globuline). In Aether, Chloroform, Schwefelkohlenstoff und Benzolsind die Prote'instoffe unlöslich.
Die Prote'instoffe reagiren nach Th. B. Osborne dem Phenolphtale'in gegenübersauer, wenig sauer oder neutral gegenüber Lackmus und deutlich alkalisch gegen-über Lackmoid.
Die Lösungen sind nicht diffusionsfähig und drehen sämmtlich das polarisirteLicht nach links.
Allgemeine Fällungsmittel für die Proteünstoffe sind: 1. Kupf crsult'at (das Kupfer "bildet
ttut den Prote'instoffen eine unlösliche Verbindung); hierauf beruht die Trennung der Proteinstoffe von
anderen Stäsokstoffverhindungen (wie den Amiden), die Bestimmung des Reinprote'ins (oder Reinei weisses)
»ach Stutzer; der Niederschlag lost sich in überschüssiger Kalilauge mit lasurblauer Farbe.
2 - Neutrales und basisches Bleiacetat (in nicht zu grosser Menge), (iuecksilberchlorid etc.
vuerauf beruht die Anwendung des Eiweisses als Gegengift bei Vergiftungen mit Metallsalzen).
»■ Ferro- oder Ferrieyankalium in essigsaurer Lösung. 4. Alkaloid-Fällungsmittel wie Gerb-
• aure in essigsaurer Losung (unter Anwesenheit eines Neutraisalz.es;, Phosphorwolfram- oder
" os phermolybdänsäure, Kaliumq.uecksilberjodid oder Kaliunvwismuthjodid, sämmtlich bei
e £enwart freier Mineralsäuren. 5. Neutralsalze (NajS0 4 oder Na Ol) bis zur Sättigung in die mit
ssigsuure oder etwas Salzsäure angesäuerte Flüssigkeit eingetragen. G. Trichloressigsäure (in
_ /o"ig«r Lösung). 7. Alkohol in neutralen oder schwach sauren Losungen bei Gegenwart
emer genügenden Menge von Neutralsalssen.
Pärbungsreaktionen: 5. Die Millon'sche Reaktion; Lösungen der Prote'instoffe wie
teste Proteinstoffe geben mit Queeksiibcruitrat, welches etwas salpetrige Säure enthält 1 ), einen"erschlag, der bei gewöhnlicher Temperatur allmählich, beim Erwärmen dagegen rasch roth gefärbt
wird * T* •
i -lyrosm und Benzolabkömmlinge mit 1 oder 2 Hydroxylgruppen am Kern geben diese Reaktioni die Reaktion lässt daher auf die Anwesenheit dieser Stoffe in den Proteinatoffeu schliessen.ie Bittret-Reaktion: Die mit Kali- oder Natronlauge versetzten, sehr verdünnten Losungenroteiustoffe tropfenweise mit einer verdünnten Lösung von Kupfersulfat versetzt, geben eineuicne, rothviolette bis violettblaue Farbe; Leimlösungen geben nur blauviolette Färbung; die Biuret-lon gehen ausser Protei'nstoffen und Biuret auch Protamine und manche Diamine. 3. Xautho-ei asäure-Reaktion; mit konc. Salpetersäure geben die Proteünstoffe entweder gelbe Nieder-"age (Flocken) oder gelbe Lösungen; nach TTebersättigen mit Ammoniak oder Alkalien geht die gelbe
Färb,
e m orai.gegetb übe
Liebermann'sche Reaktion: Konc. Salzsäure löst Protei'n3ioffe
Kälte i T1 ^' < ^ ucoks üt )Cr wird in 2 Thln. Salpetersäure von 1,48 spec. Gew. anfänglich in der: zuletzt unter Erwärmen gelöst und zu l Raumtheil der erkalteten Lösung werden 2 RaomtlieileW«sser gesetzt.