Die Aegppticr.
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metich abstammenden Könige den Thron und das Leben. Zunächst über-setzte sich Psammetichs Thätigkeit für Handel und Eroberung unter seinemSohne Necho (616—601) fort. Griechischem und Phönicischem Antriebscheint cs zuzuschreiben, daß er mit Aufopferung zahlreicher Menschen-leben die Herstellung eines Kanals aus der Nähe des griechischen Söld-nerlagers nach dem nördlichsten Theile des rothen Meeres versuchte undals dieser Versuch mißglückt war, durch Phönicier vom arabischen Meer-busen aus eine Nmschiffung Afrikas unternehmen ließ. Da wegen derLänge und Schwierigkeit der Fahrt auch dieses nicht zu der gewünschtenVerbindung beider Meere führte, baute er auf beiden Meeren Flotten.Zu Lande aber verfolgte er die Plane seines Vaters auf Syrien umso mehr, als inzwischen das babylonische Reich für Aegypten gefährlichgeworden war und die Sicherheit des eignen Landes von dem Besitzdes Vorlandes abzuhängen schien. Der König Jostas von Juda ward,weil er sich dem Durchzug widersetzte, geschlagen und Kadytis, womitwahrscheinlicher als das philistäische Gaza Jerusalem gemeint ist, erobert.Den Siegeslauf hemmte die gegen Nebukadnezar verlorene Schlachtbei Karchemisch und die Eroberung der Phönicischen Städte durch dieBabylonier konnte von ägyptischer Seite nicht gehindert werden. Ne-bukadnczar hatte den Weichenden bis Aegypten, ohne das Land jedochzu erobern, verfolgt und Necho verließ sein Land nicht mehr. SeinSohn Psammis (601—595) unternahm einen Feldzug gegen Aethiopienund erst dessen Sohn Apries, bei Manetho Uaphriö und in der heiligenSchrift Hophra genannt, setzte die Unternehmungen nach Asien mit einemzu Wasser und zu Lande gemachten Angriff auf Sidon und Tyrus fort.Sidon wurde erobert und die Tyrier wenigstens in einem Scctreffenbesiegt. Die Schwächung der phönicischen Städte beugte zugleich neuenbabylonischen Angriffen auf Aegypten vor, die nur auf phönicische See-macht gestützt mit Nachdruck zu machen waren. Dieses Königs Negie-rung endete durch einen Aufstand der noch übrigen Krieger des altenAegyptens. Der griechische Einstuß war seit Psammetich gestiegen.Necho hatte das Kleid, in dem er den Sieg über Josias gewonnen, andas griechische Orakel zu Branchidä bei Milet gesandt. Auch die Be-völkerung des Landes hatte außer dem ganz griechischen in dem Heerenoch einen halbgriechischen Bestandtheil erhalten. Aegyptische Kinder,die Psammetich im Lager der Griechen deren Sprache hatte erlernenlassen, waren zu einem neuen Geschlechte herangcwachscn, das als einebesondere Kaste den Namen der Dolmetscher führte. Die BeziehungenZu den Griechen waren also stärker und einflußreicher geworden. DieEmpörung der Unzufriedenen kam zum Ausbruch nach dem unglücklichenAusgang eines Krieges, den Apries mit dem westlich von Aegypten ander Küste bestehenden griechischen Staate von Cyrcne begonnen hatte.