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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Römer im Kampfe mit Carthago,

schnell anderswo wieder sammeln ließ. Hierdurch regte er auch andereVölker, namentlich die Celtiberer, von Neuem gegen die Römer aufund erweiterte den Schauplatz des Krieges bis zu den östlichen Küsten-landschaften. Bei der großen Begünstigung, welche seiner Kriegführungdas von Gebirgen durchzogene und von Schluchten zerrissene Land ge-währte, zwang er die Römer, mit ihm, wie mit einem Gleichen, zu ver-handeln und er erhielt im Jahre 141 in einem Frieden die Anerkennungder Selbstständigkeit seines Volkes. Doch im folgenden Jahre brachder Consul Servilius Capio den Frieden und ließ, während er zumSchein unterhandelte, den gefürchteten Gegner durch Verräther, die erin dessen Umgebung erkaufte, ermorden. Hiermit war der Widerstandder Lusitaner gebrochen und im Jahre 138 drang der Consul JuniusBrutus, nachdem er die Soldaten des Viriathus in Valentin angesiedelthatte, weiter vor, als die römischen Waffen je gekommen waren, überden Minius in das Land der Gallaiker, wo jedoch eine Herrschaft derRömer nicht begründet wurde. Die Unterwerfung Lusitaniens bis andie Küsten des Oceans erfolgte in den nächsten Jahren. Doch an einerStelle war das durch Viriathus angefachte Kriegsfeuer nicht zu dämpfen.In dem Gebiete der zu den Celtiberern gehörigen Arevaker war die amoberen Laufe des Durius gelegene Stadt Numantia unbezwinglich.Schon ehe Viriathus gefallen, hatte sich im Jahre 141 der ConsulPompejus an der Stadt versucht und war im folgenden Jahre alsProconsul zu einem für die Numantiner günstigen Frieden genöthigtworden. Da dieser Friede den Beifall des Senates nicht erhielt, er-neuerte sich der Krieg. Im Jahre 137 ward der Consul HostiliusMancinus genöthigt, wenn er sein Heer aus mißlicher Lage rettenwollte, wie Pompejus, einen Frieden einzugehen, dem die Numantinererst trauten, als alle Befehlshaber des Heeres, namentlich auch derQuästor Tiberius Sempronius Gracchus, Sohn des in Spanien ge-schätzten Gracchus, sich für denselben verbürgten. Mit diesem Friedenging es, wie mit demjenigen, der mit den Samniten nach dem Unglückvon Caudium geschlossen worden war. Der Senat erkannte ihn nichtan, Mancinus wurde dem Feinde ausgeliefert und dieser weigerte dieAnnahme. Noch schleppte sich, während schon Lusitanien bezwungen war,dieser Krieg zum Ueberdrusse der Römer hin. Da berief die Stimmedes Volkes zur Ueberwindung der kleinen im Gebirge versteckten Stadtden Mann, der das seebeherrschende Carthago niedergeworfen hatte.Scipio wurde, ohne daß er als Bewerber aufgetreten war, im Jahre134 zum zweiten Male Consul und während sonst den Consuln die Län-der, wo Krieg zu führen war, das Loos anwies, wurde Scipio ohneLoos mit dem spanischen Kriege beauftragt. Hier fand er, wie einst inAfrika, das Haupthinderniß des Erfolges in der bei dem Heere einge-