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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Römer im Kampfe mit Carthago,

nach Gades hin umfaßte. In Verfolgung des Gedankens, Carthagoin Afrika anzugreifen, ging er ohne Heer mit seinem Freunde Läliushinüber zu dem in Cirta wohnenden Syphar, den er, obschon Hasdru-bal, Gisgo's Sohn, zugleich anwesend war, für ein Bündniß mit Romgewann. Im Jahre 206, dem sechsten seines Heeresbefehls, kehrteScipio reich an Beute und Ruhm zurück. Im folgenden Jahre wählteman ihn zum Consul, wies ihm aber nicht, wie er gewünscht, Afrikazum Schauplatze feiner kriegerischen Thätigkeit an, sondern gestattete ihmnur, mit den in Sicilien befindlichen Truppen und solchen, die sich ihmfreiwillig anschließen würden, einen Uebergang nach Afrika zu versuchen.Die Mißgunst einer auf Scipio's Ruhm eifersüchtigen Partei wurdereichlich ausgewogen durch den Eifer, mit welchem sich aus verschie-denen italischen Stämmen Freiwillige zur Theilnahme an dem Unter-nehmen meldeten. Das ganze Jahr seines Consulats verwendete er aufdie Vorbereitungen und erst im Jahre 204 ging er als Proconsul vonSicilien nach Afrika hinüber. Hier war Syphar wieder für Carthagogewonnen worden, indem man die mit Masinifsa verlobte Sophonisbeohne Wissen des Vaters nunmehr ihm zur Frau gegeben. Dadurcherbittert schloß sich Masinifsa sogleich an Scipio an und verrieth ihm,obgleich er mit Hasdrubal und Syphar gegen ihn gezogen war, denPlan des Feldzuges. Dem Scipio gelang es im Jahre 203, die Heeredes Hasdrubal und Syphar in ihren Lagern zu überfallen und aus-einander zu sprengen und Masinifsa bekriegte sofort den Syphar indessen eignem Lande, verleitete dessen Unterthanen zum Uebertritte, be-mächtigte sich seiner Stadt Cirta, nahm ihn gefangen und vermähltesich mit Sophonisbe, sandte derselben aber, da Scipio sie als Feindinder Römer ausgeliefert wünschte, Gift zu, damit sie sich das zugedachteSchicksal durch Selbstmord erspare.

12. Nun begann ein neuer, der letzte Abschnitt des Krieges, daCarthago alle seine Kräfte an sich ziehen mußte. Mago hatte, kurz eheGades in Scipios Hände fiel, Befehl zum Uebergange nach Italienerhalten, war von dort nach Genua gesegelt und über die Apeuninenin das ligurische Gebiet eingedrungen und traf hier Vorbereitungen, umeinen ähnlichen Ausgangspunkt für karthagische Unternehmungen zu ge-winnen, wie es bisher Spanien gewesen war. Nach einer Niederlage,die er im Lande der Jnsubrer von den Römern erlitten, erreichte ihnder Befehl zur Heimkehr, während Hannibal aus Bruttien zurückge-rufen wurde. Mago, der sich in Genua eingeschifft, starb an den Fol-gen einer Wunde schon in Sardinien. Hannibal aber sah unmuthigalle Früchte seiner Bemühungen verloren und schrieb die Schuld davonder ihm in Carthago feindlichen Partei zu, welche eine kräftigere Un-terstützung Verhindert hatte. Dem Befehle gehorchend, kam er, ohne