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Die Römer im Kampfe mit Carthago,
eine Enge am trasimenischen See gerieth, wo die Römer sich umstelltfanden und eine dritte Niederlage erlitten, auch den Consul verloren.Obschon der Weg nach Rom nun offen lag, ging der Sieger in dasLand der Picenter und von hier nach Apulien. Hier entwickelte derzum Diktator ernannte Quintus Fabius Marimus gegen ihn eine Thä-tigkeit, durch welche er ihm überall hindernd entgegentrat und doch denKampf mit ihm vermied. Dieses Verfahren, das dem Diktator den Bei-namen des Zauderers, Cunctator, verschafft hat, war das gegen Hanni-bal geeignetste darum, weil diesem im fremden Lande schnelle Fortschrittenöthig waren, wenn der erwartete Anschluß abtrünniger römischer Bun-desgenossen ihm Verstärkung und Hülfsmittel, die er dringend bedurfte,zuführen sollte. In beständigen Versuchen, diesen Gegner zu täuschen,verbrachte Hannibal den Rest des Jahres. Seine Winterquartierewollte er in Campanien nehmen. Dabei wurde er von Fabius an demrechten Ufer des Vulturnus eingeschlossen und gewann den Ausweg, derihn durch Samnium nach Apulien zurückführte, nur durch Ueberlistung.Das Jahr 216 brachte ihm einen großen Sieg, den er am Flusse Aufi-dus bei Cannä über die Consuln Terentius Varro und Aemilius Paul-lus erfocht. Die Schlacht, die den Aemilius das Leben kostete, war soentscheidend, daß unter Carthagern und Römern die Erwartung herrschte,Hannibal werde seinen Marsch nach Nom richten. Er zog aber nachCampanien, wo sich ihm Capua ergab. Die Ruhe, die er hier seinenTruppen gönnen mußte, soll durch erschlaffenden Einfluß die Ursachegewesen sein, daß ihm einige Zeit hindurch nichts Erhebliches gelang.
9. Es beginnt nach den rasch auf einander gefolgten Siegen einzweiter Abschnitt des Krieges von vier Jahren, während dessen Hanni-bal sich im südlichen Italien bewegt, wo er einerseits am meisten Be-reitwilligkeit zum Abfall von Rom erwarten, anderseits sich am bestenmit Carthago und Makedonien in Verbindung setzen konnte. Von rö-mischer Seite kehrte man zu Fabius' Art der Kriegführung zurück undersetzte das Verlorene durch eifrige Rüstungen. Ein Gefecht, das er imJahre 215 mit Marcellus, dem Sieger von Clastidium bei Nola hatte, be-wog den Feind, die nächsten Winterquartiere wieder in Apulien zu suchen.In demselben Jahre fielen Locri und Kroton, die ihm als Seeplätzewegen der Leichtigkeit der Vertheidigung und der Verbindung mit Car-thago von Wichtigkeit waren, in seine Hände, denen später Thurii undMetapontum folgten. Zugleich ergaben sich für ihn wichtige Verbin-dungen nach Außen. Mit dem Könige Philipp schloß er ein Bündnißund in Syrakus brachte der Tod Hiero's, dem sein Enkel Hieronymusfolgte, eine Veränderung hervor, durch welche dieser Staat das Bünd-niß mit Rom brach und auf Carthago's Seite trat. Nach und nach ver-breitete sich der Abfall von Nom über Apuler, Samniten, Lukaner,