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Die Römer im Kampfe mit Carthago,
die Schiffe zu lenken, besaßen und die Römer konnten sich des Vor-teils, den die Kampffertigkeit ihrer Soldaten darbot, bedienen. Sosiegte im Jahre 260 der Consul Duilius bei MM entscheidend überden Carthager Hannibal. Die Römer setzten diesem Ereigniß ein Denk-mal in einer Säule, deren Inschriften den Ruhm des Siegers verkün-deten. Der Krieg aber nahm eine für sie so günstige Wendung, daßsie nicht allein viele Orte auf Sicilien gewannen, sondern auch einenAngriff auf Sardinien machen konnten. Doch da sich dessenungeachtetdie karthagische Macht an vielen Stellen der Insel hielt und die Weg-nahme ihrer einzelnen Plätze den Krieg unabsehbar hinzuziehen schien,wollten sie, wie einst Agathokles versucht hatte, das Herz des Staatesangreifen, um denselben so in Noth zu versetzen, daß sie die RäumungSiciliens als Friedensbedingung vorschreiben könnten. So begann eindritter Abschnitt des Krieges, der Feldzug in Afrika, in den Jahren 256und 255. Eine Flotte unter den Consuln Atilius Regulus und Man-lius Vulso zersprengte eine karthagische an der Südküste Siciliens beidem Berge Eknomus und landete an der Ostseite des hermäischen Vor-gebirges bei Clupea. Der Consul Vulso ging auf Befehl von Rom mitder Flotte zurück und Regulus, der nach Ablauf seines Amtsjahres alsProkonsul an der Spitze des Heeres blieb, führte den Krieg so glücklich,daß die Carthager um Frieden baten. Doch Regulus spannte unver-ständig die Forderungen so hoch, daß die Carthager lieber Alles wagenwollten. Die Carthager sollten nicht bloß Sicilien, sondern auch Sar-dinien, Corsika und die liparischen Inseln abtreten, ihre Kriegsschiffeausliefern, mit den Römern ein Schutz- und Trutzbündniß eingehenund sich verpflichten, keinen Vertrag ohne deren Genehmigung zu schlie-ßen. Nun schickten sie ihre Schiffe umher, überall Truppen zu miethen.Unter Truppen, die sie aus Griechenland, vielleicht am Tänarus hohen,kam auch ein lacedämonischer Neodamode, Lanthippus. Er gab Rath-schläge für die Rüstung gegen die Römer und flößte solches Vertrauenein, daß die karthagischen Führer auf den Wunsch des Volkes ihm dieLeitung des Krieges überließen. Regulus verlor eine Schlacht, beiwelcher die Carthager auch Elephanten mit Glück verwendeten. Erselbst wurde gefangen und die Reste des Heeres retteten sich nach Clu-pea. Eine von Rom ausgesandte Flotte nahm die Truppen nach Be-siegung einer entgegengetretenen karthagischen auf, ging aber in derNähe von Pachpnum durch Sturm zu Grunde. Für die Folge wurdeder Krieg wieder in Sicilien geführt. Vier Jahre lang zog er sich ohneentscheidendes Ereigniß hin. Römische Flotten gingen bei Kamarinaund Panormus zu Grunde und die beiderseitige Erschöpfung machte dieUnternehmungen schleppend. Endlich veranlaßte im Jahre 250 ein vondem Proconsul Metellus bei Panormus zu Lande erfochtener Sieg die