und der Unterwerfung Italiens.
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die Erzählung nicht frei, die sich auf die ferneren Versuche der Tar-quinier bezieht. Nachdem die Verschwörung unterdrückt, Collatinus ver-bannt war, geschahen Seitens der Patricier Schritte, die Plebejer derneuen Ordnung günstig zu stimmen. Der an Collatinus' Stelle getre-tene Consul Lucius Valerius Poplicola, der ein Gesetz gegen jeden Ver-such, eine nicht vom Volke ausgehende Macht zu begründen, zuwege ge-bracht hatte, bewirkte auch ein anderes, welches den Plebejern für denFall zugedrvhter Strafe das Recht einer Berufung an die Tributcomi-tien verlieh. Auch wurde armen Plebejern von den Gütern des Kö-nigs Land angewiesen. Dieses Entgegenkommen scheint eine Wirkungder von Außen drohenden Gefahr gewesen zu sein. Die Tarquinierhatten schon mit etruskischer, wahrscheinlich von dem nächsten etruskischenStaate Veji geleisteter Hülfe gegen die Römer an den gemeinschaftlichenGrenzen gekämpft, wo in einem Zweikampfe am Walde Arsia Brutusund Aruns Tarquinius sich gegenseitig mit den Speeren durchrannten,die Römer aber siegten. Der Prätor Valerius kehrte siegreich mit derLeiche des Amtsgenossen heim, reinigte sich gegen den Verdacht einesStrebens nach unbeschränkter Herrschaft durch Niederreißung seines burg-ähnlichen Hauses und durch Senken der Ruthenbündel vor den Curien,worauf sich sein Beiname Poplicola bezieht, und erhielt erst den Vaterder Lucretia, Spurius Lucretius Tricipitinus, dann nach dessen balderfolgtem Tode den Horatius Pnlvillus zum Amtsgenossen. Im Jahre508 begannen stärkere Angriffe der Etrusker unter Porsena, dem Hauptedes Staates Clusium und Feldherrn der etruskischen Staatenverbindung.Der Krieg versetzte Rom in tiefe Erniedrigung. Hat auch die Dichtungsein Andenken durch die Erzählungen von Horatius Cocles, MuciusScävola und Clölia verherrlicht, so verringerte er Noms Gebiet durchVerlust des rechten Tiberufers um ein Drittel, so daß es von jetzt annur 20 der Servianischen Tribus umfaßte. Im ferneren Fortgangedes Krieges, der die Etrusker auch in den Süden gegen das mit Nomverbündete Latium führte, brach sich ihre Macht im Angriffe auf dasfeste latinische Aricia und hiermit waren ihre Versuche zur Herstellungdes Tarquinius beendet. Im Gefolge dieser Ereignisse war ein Kriegder Römer mit den Latinern. Diese hatten sich in der Zeit des etrus-kischen Uebergewichts der durch Tarquinius begründeten OberhoheitRoms entzogen und, während sie dadurch in feindselige Stellung gegendie Römer geriethen, reizte sie der mit Octavius Mamilius verbündeteTarquinius zum Kampfe mit denselben. Im Laufe dieses Krieges wurdeeine neue Obrigkeit unter dem latinischen Namen der Diktatur geschaffen.Es scheint, daß man sich in der verfassungsmäßigen Stellung der Plebs,wenn diese sich gerade neue Bürgschaften zu verschaffen bemüht war,in Ergreifung der für die Vertheidigung nöthigen Maßregeln gehindert